Wohnberatung wichtiger als je zuvor

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Stadtverwaltung und Awo wollen gemeinsam den Anteil der altersgerechten Wohnungen erhöhen.

Lüdenscheid – Zuhause ist es bekanntlich am schönsten – zumindest, solange man gesund und munter ist. Was aber tun, wenn man in den eigenen vier Wänden im Alter oder wegen einer Behinderung nicht mehr so gut zurecht kommt und kleine oder große Hürden den gewohnten Alltag erschweren? An der Stelle setzt die gemeinsame Wohnberatung von Stadt und Awo an.

Neu ist der Gedanke nicht, aber im alten Muster hat er nicht wie erhofft gezündet. „Wir hatten uns im Altstadtbüro einquartiert und waren dort für zwei Stunden in der Woche für das Quartier erreichbar. Das war nicht zielführend“, blickt Klaus Wieber als Awo-Vorsitzender zurück. Deshalb wird ab Juni ein neuer Anlauf mit der Verwaltung für die Stadt gestartet. 

Erster Ansprechpartner ist während der Öffnungszeiten des Rathauses Stephan Kritzler, Mitarbeiter im Fachdienst Stadtplanung und Geo-Information (Zimmer 544). „Das ist ein riesiges Thema“, sagt er und verweist auf eine Untersuchung, wonach aktuell in der Stadt rund 200 Seniorenhaushalte nicht altersgerecht ausgestattet sind. „Dort gibt es erhebliche Barrieren“, ergänzt Fachdienstleiter Christian Vöcks. „Und bei den älteren Menschen erhebliche Bedenken“, weiß Awo-Wohnberaterin Angelika Breucker aus Erfahrung. Die 80- bis 85-Jährigen wollten häufig keine Veränderungen. „Das lohnt sich in meinem Alter doch gar nicht mehr“, sei das Standard-Argument. 

„Dabei ist jeder barrierefreie Tag ein gewonnener Tag.“ Deshalb richtet sich der Blick mit dem neuen Konzept bereits auf die 60-Jährigen. „Die Menschen sollten sich gedanklich schon vorbereiten, wie sie ihre Wohnung für die späteren Lebensjahre seniorengerecht umbauen können. Dabei wollen wir sie tatkräftig unterstützen.“ 

In der Erstberatung bei Stephan Kritzler im Rathaus stehen allgemeine Fragen und Finanzierungsmöglichkeiten im Vordergrund, die Objektberatung erfolgt mit der Awo vor Ort. Die Wohnberatung ist kostenfrei.

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