Wohlfahrtsverband übernimmt Trägerschaft des Selbsthilfezentrums

Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit: (hinten von links) Dr. Wolfgang Schröder, Susanne Zarges und Jürgen Quest, (vorne) Sabine Seefeld und Horst Löwenberg. ▪ K. Zacharias

LÜDENSCHEID ▪ „Dies ist keine feindliche Übernahme, sondern geschieht in bester Absprache.“ Wenn am 3. Januar das Selbsthilfezentrum wieder seine Türen öffnet, dann unter neuer Trägerschaft und mit neuen Gesichtern. Denn künftig wird der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband als Dienstleister für die einzelnen Gruppen fungieren, ihre Arbeit begleiten.

„Die Verträge sind unterschrieben, die Gruppen wurden informiert und viele Kleinigkeiten werden in Kürze erneuert“, erklärt Horst Löwenberg vom DPWV im Hinblick auf neue Computer, Öffnungszeiten etc. Nichts ändern soll sich hingegen an der grundsätzlichen Arbeit des Selbsthilfezentrums, das bis zu seiner Auflösung vom Verein „K.I.S.S.“ geführt wurde. „Der Grundcharakter bleibt bestehen“, betont Dr. Wolfgang Schröder, Beigeordneter der Stadt und gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins. Und das heißt: Auch weiterhin wird das Selbsthilfezentrum ein Treffpunkt sein, offen für alle Gruppen, und ein Dienstleister und Begleiter bei ihrer Arbeit. „Unter Trägerschaft des ‘Paritätischen’ wird die Zusammenarbeit natürlich auf ganz andere Grundlagen gestellt als bei einem Verein“, verweisen die Verantwortlichen auf Unsicherheiten im Hinblick auf die finanzielle Situation oder den Generationenwechsel, die ein Verein nicht immer allein stemmen könne. Nichtsdestotrotz, so betont Jürgen Quest vom Förderverein, sei der Wohlfahrtsverband keineswegs ein Geldgeber. Vielmehr werde das Selbsthilfezentrum auch weiterhin durch Mittel der Stadt, des Kreises, des Landes, der Krankenkassen sowie des Fördervereins finanziert.

Um das Selbsthilfezentrum, das 25., das der „Paritätische“ in Nordrhein-Westfalen betreut, auch auf „gesetzlich“ sichere Beine zu stellen, läuft derzeit das Bewerbungsverfahren für die künftige Fachkraft, genauer gesagt einen ausgebildeten Sozialpädagogen. Dieser wird 38,5 Stunden in der Woche an der Freiherr-vom-Stein-Straße arbeiten. Unterstützt wird er oder sie dabei von Sachbearbeiterin Sabine Seefeld, die sich mit ihrer halben Stelle um alle bürokratischen Belange kümmern wird. „Da können wir Synergien nutzen“, weiß Löwenberg, der auch eine stärkere Vernetzung der Gruppen vorantreiben möchte: „Für uns gibt es keine Grenzen, wir alle wollen den Menschen etwas bieten.“ ▪ Kerstin Zacharias

Das Selbsthilfezentrum hat ab Januar montags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr, dienstags von 10 bis 15 Uhr und donnerstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Infos gibt’s auch im Internet unter http://www.selbsthilfenetz.de.

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