„Woche der Ausbildung“: Chancen für junge Leute

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Bemüht um Chancen für junge Bewerber: (v.l.) Silvio Wienbeck, Leiter der Bildungsakademie, Reinhard Linke, Leiter der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, sowie Aleksandra Bravo-Catá und Michael Woschnik von der Agentur für Arbeit. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Die „Woche der Ausbildung“ ist zu Ende, und die zuständigen Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit sowie des Job-Centers freuen sich vor allem über Vermittlungserfolge im Klinikum Hellersen. In der dortigen Märkischen Bildungsakademie und der Schule für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe werden im Frühjahr und im Herbst jeweils rund 30 junge Leute eine dreijährige Ausbildung beginnen.

Mit der „Woche der Ausbildung“ wollen die Initiatoren die Arbeitgeber im heimischen Raum ermuntern, mehr Lehrstellen anzubieten. Michael Woschnik aus der Abteilung Arbeitgeberservice der Bundesagentur sagte dazu: „Die Abgangszahlen der Schulen im Märkischen Kreis sinken stärker als im Landesdurchschnitt. Der demographische Wandel ist schon da.“

Und berge das Problem, dass viele Ausbildungsplätze wegen mangelnden Interesses oder nicht ausreichend qualifizierter Bewerber unbesetzt bleiben. Hier wollen die Fachleute von Bundesagentur und Job-Center ansetzen. Berufsberaterin Aleksandra Bravo-Catá: „Wir versuchen, Stellen für junge Leute zu akquirieren und geeignete Kandidaten zu finden und sie mit den Arbeitgebern zusammenzubringen.“

Nicht überall klappt das so gut wie jetzt in den Bildungseinrichtungen der Kliniken. Woschnik: „Es ist oft problematisch, normale Stellen zu besetzen.“ Besonders Hauptschulabgänger mit einem mäßig guten Abschluss gehen allzu oft leer aus. Hauptschul-Absolventen spielen auch bei der Ausbildung in Hellersen eine geringe Rolle. Akademie-Leiter Silvio Wienbeck und der Chef der Gesundheits- und Pflegeschule, Reinhard Linke, registrieren zwar einen leichten Anstieg. „Aber Bewerber aus Hauptschulen nehmen nur einen Anteil von zehn Prozent ein.“

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