Witterungsbericht der Meteorologischen Station

Dunkler Dezember: 27 Tage ganz ohne Sonne

Scheinwerfer- statt Sonnenlicht im Dezember.

Lüdenscheid - Lediglich 5,3 Stunden Sonnenschein im ganzen Monat Dezember, 27 der 31 Tage schien überhaupt keine Sonne. Das geht aus dem monatlichen Witterungsbericht der Meteorologischen Station am Staberg hervor.

Der Dezember des Jahres 2017 war in Lüdenscheid mit einer durchschnittlichen Temperatur von 2,1 Grad um 0,9 Grad wärmer als das langjährige Mittel, schreibt die Meteorologische Station. Der wärmste Dezember der Aufzeichnungen war der Dezember 2015 mit seinen extremen sieben Grad. Den bis dahin wärmsten Dezember gab es 1974 mit „lediglich“ 4,3 Grad, gefolgt von 2000 (3,9 Grad), 1989 und 1988 (je 3,8 Grad).

Die erste Dekade (1. bis 10. Dezember) und die zweite Dekade (11. bis 20. Dezember) waren mit einer durchschnittlichen Temperatur von 0,8 Grad beziehungsweise 1,0 Grad noch recht winterlich. Die dritte Dekade (21. bis 31. Dezember) lag mit durchschnittlich 4,4 Grad deutlich über dem langjährigen Mittel (1,2 Grad). 

16 Frosttage und ein Eistag

Die tiefste Temperatur des Monats fiel mit minus 3,5 Grad dementsprechend eher mild aus und wurde am 10. Dezember registriert. Die kälteste Temperatur in einem Dezember in Lüdenscheid gab es mit minus 18,5 Grad am 20. Dezember 1938. Die Höchsttemperatur betrug 10,5 Grad (am 31. Dezember). Damit wurde das Maximum für einen Dezember deutlich verfehlt (14,1 Grad am 1. Dezember 1984). Es gab 16 Frosttage (Minimum weniger als null Grad) und einen Eistag (Maximum weniger als null Grad). Dieses entspricht bei den Frosttagen in etwa dem langjährigen Durchschnitt und liegt bei den Eistagen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt (16,8 Frosttage und 6,9 Eistage). 

Im Dezember 1993 nur 1,2 Stunden Sonne 

An der Station im Zeppelin-Gymnasium wurden lediglich 5,3 Stunden Sonnenschein registriert – der zweitdunkelste Dezember bisher. Auf einen Tag umgerechnet ergibt das 0,2 Stunden (zwölf Prozent des langjährigen Durchschnitts). Der Dezember 1993 hält hier mit insgesamt 1,2 Stunden Sonnenschein den Negativrekord. Im Dezember 2011 gab es auch nur 5,6 Stunden Sonnenschein. 

Am dunkelsten war die zweite Dekade – hier schien die Sonne gar nicht. Mit lediglich 2,7 Stunden Sonnenschein war der 29. Dezember der sonnigste Tag in Lüdenscheid. An 27 Tagen ließ sich die Sonne überhaupt nicht über Lüdenscheid blicken. 

Deutlich mehr Niederschlag als üblich 

Mit 164,2 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war der Dezember deutlich niederschlagsreicher als üblich (126 Prozent des langjährigen Durchschnitts). Der meiste Niederschlag fiel mit 34 Litern pro Quadratmeter am 13. Dezember – damit wurde der Höchstwert von 68,3 Litern pro Quadratmeter vom 4. Dezember 1960 deutlich verfehlt. Der Niederschlag verteilte sich auf 25 Tage (langjähriges Mittel 21,5 Tage). 

13 Tage mit geschlossener Schneedecke

Schneefall wurde an elf Tagen verzeichnet (Neuschneesumme 51 Zentimeter). Dieser Wert liegt über dem langjährigen Durchschnitt von 22,2 Zentimeter. Somit gab es auch 13 Tage mit einer geschlossenen Schneedecke (gegenüber elf Tagen im langjährigen Durchschnitt). 

Der Wind wehte vergangenen Monat am häufigsten aus Südwest (56 Prozent), West (22 Prozent) und Süd (14 Prozent). Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug im Dezember drei Beaufort. Dieses liegt etwas über dem langjährigen Durchschnitt. 

Wind erreicht an zehn Tagen Sturmstärke

Der Wind erreichte an zehn Tagen Sturmstärke (mehr als acht Beaufort) – im Durchschnitt gibt es sonst etwas mehr als sieben Sturmtage im Dezember. Mit 91 km/h (zehn Beaufort) wehte es am 11. Dezember am kräftigsten. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Dezember dunkler, niederschlagsreicher und etwas wärmer als üblich war.

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