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Wirte im MK: Gaststuben trotzen Corona - auch im Innenbereich

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Im Wirtshaus Budde an der Grabenstraße in der Lüdenscheider Innenstadt bemerkt Inhaber Ralf Berg noch keinen Kundenschwund durch die verschärften Corona-Regeln. Wirt und Gäste haben sich mittlerweile an Corona-Einschränkungen gewöhnt.
Im Wirtshaus Budde an der Grabenstraße in der Lüdenscheider Innenstadt bemerkt Inhaber Ralf Berg noch keinen Kundenschwund durch die verschärften Corona-Regeln. Wirt und Gäste haben sich mittlerweile an Corona-Einschränkungen gewöhnt. © Hans-Georg Gottfried Dittmann

Im Wirtshaus Budde an der Grabenstraße sind die Inhaber mehr als zufrieden. „Trotz Ferienzeit sind wir sehr gut besucht”, freut sich Ralf Berg, der das Wirtshaus gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Petra Heller betreibt. Einen Effekt der verschärften Corona-Regeln habe das Paar bisher nicht bemerkt. „Da gibt es keine Probleme“, sagt die 64-Jährige.

Lüdenscheid – Die Gaststätten und Restaurants in Lüdenscheid werden auch trotz strengerer Regeln für den Innenbereich von den Gästen nicht gemieden. Nachdem der Inzidenzwert im Märkischen Kreis konstant über 10 gestiegen ist, müssen die Menschen dort unter anderem wieder Masken im Innenraum tragen und ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung hinterlegen.

Die Gäste seien daran gewöhnt, sodass die Auslastung im Vergleich zu den vorherigen, „fast normalen“ Wochen unverändert sei, fasst die 64-Jährige zusammen.

Auch den logistischen Aufwand der Datenspeicherung nimmt das Paar gelassen. „Die Listen kommen dann für vier Wochen in den Panzerschrank, bevor sie vernichtet werden”, sagt Heller mit einem Augenzwinkern. Aber auch mit der Luca-App könnten sich die Gäste registrieren.

Zudem werde stichpunktartig ein negatives Testergebnis oder Impfnachweis von den Kunden verlangt. „Das haben wir so mit dem Ordnungsamt besprochen“, sagt Berg. Die Mitarbeiter der Behörde seien freundlich und kooperativ.

Vorgeschrieben sind solche Stichproben nicht: „Für den Besuch von Cafés und Restaurants ist sowohl drinnen als auch draußen kein Negativtest erforderlich, da auch die landesweite Inzidenz in NRW unter 35 liegt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises zu den derzeit geltenden Corona-Regeln. Erst ab einer Inzidenz zwischen 35 und 50 schreibt das Land wieder negative Testnachweise und eine Platzpflicht für die Innengastronomie vor.

Petra Heller und Ralf Berg vom Wirtshaus Budde an der Grabenstraße in der Lüdenscheider Innenstadt sind zufrieden mit dem Geschäft.
Petra Heller und Ralf Berg vom Wirtshaus Budde an der Grabenstraße in der Lüdenscheider Innenstadt sind zufrieden mit dem Geschäft. © Hans-Georg Gottfried Dittmann

Wie sich die erneute Verschärfung auf die Zahl der Laufkundschaft auswirkt, können Heller und Berg nicht sagen. „Unsere Gäste reservieren zum größten Teil“, sagt der 65-Jährige. Er sei optimistisch, dass es so weitergehe und ein weiterer Lockdown ausbleibe.

Mitten in der Innenstadt am Rathausplatz im Steakhaus Hulda entscheiden sich in der Regel deutlich mehr Gäste, spontan einzukehren. Hier kann Inhaberin Adisa Pasic bisher ebenfalls keine geringere Frequentierung feststellen, seitdem die Schutzmaßnahmen wieder verschärft worden sind. „Bisher ist das Geschäft gleich geblieben“, sagt sie.

Anders als die Inhaber des Wirtshauses Budde ist Pasic skeptischer, was das Geschäft in naher Zukunft angeht. „Ich befürchte, dass es in den kommenden Tagen wieder etwas weniger wird“, ahnt sie. Denn die Auslastung im Innenraum hinge mit der Tischbelegung im Außenbereich zusammen. „Bei schlechtem Wetter kommen weniger Leute.“

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