Neue Gastronomie in der Innenstadt

Selbstbedienung! Bayrischer Biergarten unter Platanen auf Rathausplatz

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So könnte der Entwurf aussehen: Noch stehen nicht alle gestalterischen Details fest. Der Verkaufsstand des Biergartens wird möglicherweise in sandfarbenen Tönen gehalten sein.

Lüdenscheid - Eine neue gastronomische Dimension für die Innenstadt kündigt sich an. Die Abstimmungsgespräche im Rathaus waren erfolgreich, Politik und Stadtverwaltung haben grünes Licht gegeben. Wenn alles klappt, kann Gastwirt Filippos Parlakoglou sein neuestes Projekt Ende Juli an den Start bringen: ein großer Biergarten unterm Platanenhain auf dem Rathausplatz, mit rund 150 Sitzplätzen auf knapp 800 Quadratmetern – „leicht bayrisches Flair“ inklusive.

Parlakoglou (39) bezeichnet sich selbst als „alter Lüdenscheider“. Er betreibt bereits das Bierprojekt im ehemaligen Kersting-Komplex, die Kornkammer am Frankenplatz und das Restaurant Fairway beim Golfclub Gelstern. Mit seinem „Lüdenscheider Biergarten“ vollzieht er den nächsten Schritt in Richtung Expansion – und ist zuversichtlich, dass sein jüngstes „Kind“ eine lange Zukunft hat. 

Selbstbedienung an Bierquelle und Futterstelle

Das gastronomische Konzept lehnt sich an die Tradition bayrischer Biergärten an: Ein Verkaufsstand, der mit dem Rücken vor dem ehemaligen Hotel zur Post stehen wird, fungiert als Bierquelle und Futterstelle. Die Gäste versorgen sich in Selbstbedienung. 

Auf der Karte stehen Weißwürste, Brezeln und Leberkäs, im Ausschank sind unter anderem Produkte der Bitburger Braugruppe, darunter Benediktiner Weißbier. An Aktionstagen will Parlakoglou auch Souflaki und Bifteki anbieten. Das Abräumen und Säubern der Tische erledigt das Personal. 

Gestalterisch soll die Verkaufsbude an die Rathaus-Optik angepasst sein, das Mobiliar erinnert mit viel Holz schon eher an traditionelle Biergärten. Statt ausladender Sonnenschirme sorgen die Platanen für ein natürliches Dach. Statt eines Zauns grenzen Blumenkübel das Areal ein, ähnlich wie gegenüber vor dem Café Extrablatt. Toiletten stehen den Biergarten-Besuchern im nahen Bierprojekt zur Verfügung. 

„Es gibt keine unüberwindlichen Hürden mehr.“

Noch fehlt die Sondernutzungsgenehmigung aus dem Rathaus. Doch der zuständige Fachdienstleiter Hans-Jürgen Badziura, der gestalterische und technische Details wie die Strom- und Wasserversorgung mit Filippos Parlakoglou abgestimmt hat, sagt im LN-Gespräch: „Es gibt keine unüberwindlichen Hürden mehr.“ 

Der Verkaufsstand sei als „fliegender Bau“ konzipiert, der bei Bedarf schnell abgebaut werden kann. Eine Baugenehmigung sei dafür nicht notwendig. 

In den Ausschüssen des Rates hätten sich die Fraktionen durchweg positiv über das Vorhaben geäußert. „Wenn er gut angenommen wird“, sagt der Gastwirt, „bleibt der Biergarten nach der Sommersaison stehen“. 

Oktoberfest-Gaudi mit Musik, Dirndl und Lederhosen

Geplant ist bereits eine Oktoberfest-Gaudi mit Musik, Dirndl und Lederhosen. Und im Winter kann sich Parlakoglou eine Ergänzung des Weihnachtsmarktes mit Punsch- und Glühweintränke vorstellen. 

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise – und weil das Bierprojekt „kein Sommerkind“ sei – weist Filippos Parlakoglou auf verkürzte Öffnungszeiten hin. Das Bierprojekt ist ab sofort und bis Ende September nur noch freitags und samstags, jeweils zwischen 18 und 5 Uhr, geöffnet.

Auch an der Hohen Steinert soll ein Biergarten Ausflügler und Lüdenscheider anlocken. Das ist das Konzept. 

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