„Wirklich gute Chancen auf Ausbildungsplatz“

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Die Hauptschüler der 3. Staffel „Fit für die Ausbildung“, Ausbilder und Vertreter von SIHK und Agentur für Arbeit in einer Ausbildungswerkstatt der Technischen Bildungsstätte Lüdenscheid Am Lehmberg.

LÜDENSCHEID - SIHK-Vizepräsident Dr. Frank Hoffmeister lobt das Engagement der Teilnehmer des Projekts „Hauptschüler fit für die Ausbildung“. Die Schüler investieren mehr als 500 Freizeitstunden.

Nach den erfreulichen Erfolgen der ersten beiden Jahrgänge „Hauptschüler fit für die Ausbildung“ ist gestern die „3. Staffel“ an den Start gegangen. Von 24 Teilnehmern im ersten Jahr seien 21 bei der Stange geblieben und hätten alle einen Ausbildungsplatz bekommen, erklärte Karl-Josef Reuther von der SIHK-Stabsstelle „Schule - Wirtschaft“. Der zweite Jahrgang laufe noch, hier seien noch 22 von 24 Hauptschülern dabei – von denen bereits jetzt die Hälfte eine Zusage für einen Ausbildungsvertrag habe.

In diesem Jahr beginnt die Kooperationsmaßnahme von SIHK und Agentur für Arbeit bereits im April und nicht wie in den Anfangsjahren erst nach den Sommerferien. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen sollen sich dadurch wesentlich früher bei den möglichen Ausbildungsbetrieben bewerben können. Denn der bisherige Zeitplan habe sich als nicht gut herausgestellt.

Für viele Unternehmen begann das Projekt zu spät – sie hatten ihre Ausbildungsplätze bereits besetzt, ehe sie die „Fit für die Ausbildung“-Teilnehmer in den Praktika kennenlernen konnten. Das führe in diesem Jahr zwar dazu, dass sich die Teilnehmer der Jahrgänge zwei und drei in den Bildungsstätten in Lüdenscheid, Hagen und Hemer treffen, doch dies sei berücksichtigt worden. Statt 24 starten jetzt nur 12 Schülerinnen und Schüler in Lüdenscheid.

2600 Euro Ausbildungskosten pro Platz

Während SIHK und Agentur für Arbeit sich die Ausbildungskosten von 2600 Euro pro Platz teilen, investieren die Schüler ihre Freizeit. Sie lernen die Tätigkeiten in Metallberufen ein Jahr lang jeweils freitags nach der Schule und samstags kennen. Insgesamt umfasst das Projekt mehr als 500 Freizeitstunden. Dafür sprachen ihnen Dr. Frank Hoffmeister, Vizepräsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen, und Thomas Helm, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Iserlohn, ein Lob aus. „Bleiben Sie dabei und Sie haben wirklich gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, meinte Dr. Hoffmeister. Es gebe immer genügend Ausbildungsplätze seitens der metallverarbeitenden Industrie im heimischen Raum – nur fehle oft der qualifizierte Nachwuchs für die technischen Berufe.

Drei Betriebspraktika in den Ferien

In dem Projekt lernten die Schüler unter anderem, eine technische Zeichnung zu lesen, Stahl, Aluminium, und Kunststoffe zu bearbeiten, aber auch, wie man moderne Dreh- und Fräswerkzeuge bedient. Die Ausbildungsbetriebe lernen die Schüler in drei Betriebspraktika in den Ferien kennen. Die SIHK-Ausbilder um Werner Weber führen das Projekt in den Technischen Bildungsstätten durch, stellen den Kontakt zwischen Schulen und Betrieben her und betreuen die Schülerinnen und Schüler auch während der Betriebspraktika. - wok

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