„Wirbel im Bauch“

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Eine Erfrischung im kalten Wasser des Springerbeckens im Familienbad Nattenberg suchen auch Franziska Lacknar (l.) und ihre Schwester Ronja. „Schwimmen ist einfach toll. Wir sind schon Wasserratten!“

LÜDENSCHEID - Ferienzeit und Temperaturen über 30 Grad. Was bietet sich da mehr an als eine Erfrischung im kühlen Nass? So sehen das in einer kleinen Umfrage auch die Besucher des Familienbads Nattenberg.

 „Ich habe Ferien und will einfach meinen Spaß haben. Eigentlich liege ich hauptsächlich im Wasser rum und entspanne“, erzählt der 17-jährige Alexander Battig. Franziska und Ronja Lacknar mögen es waghalsiger. Die beiden Schwestern, elf und zwölf Jahre alt, zieht es immer wieder auf das Drei-Meter-Brett. „Vom Fünfer haben wir uns aber noch nicht getraut“, sagt Ronja und ihre Schwester ergänzt: „Vielleicht, wenn wir mal älter sind.“ Der besondere Reiz am Turmspringen ist das Gefühl, wenn man sich nach dem Sprung in der Luft befindet, meinen die beiden. „Dann hat man so einen Wirbel im Bauch.“

"Es gefällt uns hier einfach gut"

Ronja wagt einen beherzten Sprung vom Drei-Meter-Brett. Ab ins kalte Wasser!

Etwas ruhiger geht es am Wasserspielplatz zu. Hier spielt der kleine Bruder der Mädchen zusammen mit der Mutter. „Alexander mag das Wasser und hier gibt es viele Angebote für Kinder“, erzählt Anja Lackner, die normalerweise mit den Kindern ins Waldfreibad Herpine nach Halver fährt. „In letzter Zeit waren wir aber öfter hier, es gefällt uns einfach gut.“  Ebenso begeistert von der neuen Anlage, die im Herbst 2008 fertiggestellt wurde, ist Dieter Kobusch: „Ich muss zugeben: Ich bin seit dem Umbau das erste Mal hier, aber im Vergleich zu vorher ist es wesentlich besser.“ Bevor er ins Wasser geht, will er aber erst einmal in Ruhe Zeitung lesen: „Wir haben eine Tageskarte, es ist also Zeit genug.“

"Mir fehlt das 50-Meter-Becken"

Der zweijährige Alexander Lacknar und seine Mutter spielen auf dem Wasserspielplatz.

Caroline Bienlein, die zusammen mit ihrem Mann Holger die freie Zeit genießt, ist auch der Meinung, dass das Drumherum toll ist, findet aber, dass der Umbau eine negative Seite hat: „Mir fehlt hier draußen ganz klar das 50-Meter-Schwimmerbecken.“ Unter den Besuchern sind auch zwei junge Männer aus Gummersbach. Die Brüder Kevin und Björn Bäcker sind, auf Empfehlung eines Nachbarn, mit der ganzen Familie angereist. „Die Hauptsache ist die Erfrischung im kalten Wasser, aber das Bad macht wirklich einen guten Eindruck.“ Zufrieden zeigt sich Familienbad-Leiter Jörg Hempel: „Die Besucherzahlen schwanken an heißen Tagen zwischen 2200 und 3500. Es läuft alles, wie es soll, es gab bisher keine Notfälle.“ - kk/sk

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