Erstes Treffen „Occupy Lüdenscheid“

Merlin Sandow (r.) hatte zur „Occupy“-Mahnwache auf dem Sternplatz aufgerufen, mit im Bild Hans Rinke.

LÜDENSCHEID ▪ „Occupy“ – aus dem Englischen „etwas in Anspruch nehmen“: Das ist genau das, was die neue örtliche Gruppe „Occupy Lüdenscheid“ möchte: „Ein Wirtschaftssystem ohne Ausbeutung der Menschen und der Ressourcen, soziale Gerechtigkeit und eine menschenfreundliche Gesellschaft“.

So fasst es Versammlungsleiter Merlin Sandow zusammen, worum es in dieser 30-minütigen Mahnwache am Samstagnachmittag auf dem Sternplatz geht. Mitglieder der Gruppe trafen sich erstmals persönlich. Wie berichtet, hatten sie zuvor nur im Internet Kontakt.

Gierige Finanzmärkte in die Grenzen zu weisen und echte Solidarität in der Gesellschaft zu schaffen, seien die Hauptanliegen, erklärt Sandow. Immer wieder bleiben Menschen stehen, fragen, hören zu, nehmen sich Flyer mit, einige stellen sich kurz daneben, bevor sie weitergehen. Darunter auch Rentner Hans Rinke, dem es wichtig ist, Banken in ihre Schranken zu weisen. „Es ist ein falsches System, für das die Bürger geradestehen müssen, und das kann nicht sein“, sagt Rinke.

„Occupy“ ist eine Protest-Bewegung, die am 17. September 2011 als Occupy-Wall-Street-Bewegung in New York begann und sich inzwischen in den USA an 1000 Standpunkten organisiert und sich auch deutschlandweit vernetzt.

Streikrecht sei immer Ausdruck wirtschaftlicher und politischer Macht, die sich hier gegen die Spekulationsgeschäfte von Banken wende, soziale Ungleichheit sowie den Einfluss der Wirtschaft auf die Politik anprangere. Und: „Jeder, der meint, dass die Politik unsere Probleme nicht lösen wird, denn das können nur wir und der die jetzige Situation nicht mehr erträgt, sollte mitmachen“. Deshalb: „Wir sind die 99 Prozent der Gesellschaft, die sich empören kann, soll, darf und muss“, meint Sandow.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.occupy-germany.com. Interessenten können auch unter occupy-luedenscheid@hushmail.com Kontakt aufnehmen. ▪ maya

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