Kolping-Grundschüler setzen ein Zeichen für ihren Stadtteil am Honsel

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In der Kindertagesstätte Schatzkiste hörten die Kinder das Lied „Im Land der Blaukarierten“.

Lüdenscheid - Einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in der Welt haben die Kinder der Adolf-Kolping-Grundschule geleistet: Seit Mittwoch gibt es auf ihrem Schulhof, wie schon auf der Wilhelmstraße, einen Engel der Kulturen. Der Abschluss des mehrmonatigen Kunstprojektes zum Stadtjubiläum, das Lehrerin Christa Cardinal von Widdern initiiert hatte, war gleichzeitig dessen großer Abschluss, der weit über die Schule hinaus in den Stadtteil strahlte.

Gemeinsam mit den Künstlern Gregor Merten und Carmen Dietrich, die ihr Projekt bereits in 117 Städte in Europa getragen haben, rollten die Kinder die rund 1,50 Meter große Skulptur, die für den interreligiösen Dialog und das friedliche Miteinander der drei abrahamitischen Religionen steht, zu mehreren Orten rund um ihre Schule. Los ging es beim Diabetiker Zentrum am Danziger Weg, wo Bürgermeister Dieter Dzewas und Schulleiter Peter Ostermann den Startschuss gaben und die Viertklässler der Schule unter anderem den Leitsatz des Projekts zitierten. Darin heißt es zum Beispiel: „Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.“

Nächste Station war die Kindertagesstätte St. Petrus und Paulus, wo Zweitklässler der Kolpingschule gemeinsam mit Kindergartenkindern das Programm gestalteten. Die katholische Gemeindereferentin Marita Franzen sprach darüber, wie wichtig Engel sind. Am Spielplatz am Honseler Bruch erwarteten die Drittklässler mit Vertretern der islamischen Ditib-Gemeinde um Imam Mustafa Tastekin auf die Kinder und Erwachsenen, die den Engel der Kulturen durch die Stadt rollten. 

Projekt Engel der Kulturen an der Kolping-Grundschule

Zu sehen gab es einen „Tanz der Derwische“ und zu hören das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“. In der Kita Schatzkiste am Annaberg sangen Kindergartenkinder und Erstklässler gemeinsam unter anderem vom „Land der Blaukarierten“, nachdem Pfarrer Hans-Georg Ahl die Gruppe begrüßt hatte. An allen drei Standorten hinterließen Künstler und Kinder einen Engel der Kulturen aus Sand, geformt mit der rollenden Skulptur.

Das große Finale fand auf dem Schulhof der Adolf-Kolping-Schule statt, wo im Beisein einiger Ehrengäste, wie Schulrätin Christa Sacher und Superintendent Klaus Majoress, die in Calb in Sachsen-Anhalt ausgeschnittene Intarsie im Boden einzementiert wurde. Anschließend schnitt Gregor Merten gemeinsam mit Lehrern und Kindern eine neue Intarsie aus, die nach Köln geht. Carmen Dietrich freute sich über das fröhliche Fest, mit dem rund 300 Kinder die Botschaft des Engels der Kulturen verknüpften – anders als 2012 auf der Wilhelmstraße als das Gedenken an die Reichspogromnacht im Mittelpunkt stand.

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