„Wir sind bunt, aber wir beißen nicht“

Die rund 50 Autonomen zogen durch die Friedrichstraße bis zur Christuskirche und von dort über die Knapper Straße zurück.

LÜDENSCHEID ▪ Bei nasskaltem Wetter macht auch das Demonstrieren weniger Freude als sonst. Dennoch trafen sich am Samstagabend immerhin rund 50 Autonome auf dem Rathausplatz, um gegen Sozialabbau und aktuelle rechte Tendenzen in der Politik zu protestieren. „Freiheit statt ‘Pro NRW’“ lautete eine der Parolen, mit denen die zumeist jungen Demonstranten vom Rathausplatz bis zur Christuskirche und zurück marschierten. „Für euch ist hier kein Platz.“ Der offenen Islam-Feindschaft der rechtslastigen Organisation „Pro NRW“ setzten die Demonstranten ein klares Bekenntnis gegen jede Form von Rassismus entgegen: „Es lebe die internationale Solidarität.“

Thomas Haase, Vorsitzender des Trägervereins des Autonomen Zentrums, protestierte im Namen der Demonstranten gegen die geplanten Kürzungen im Etat der Jugendkulturarbeit in Lüdenscheid.

„Wir sind bunt, aber wir beißen nicht“, verkündete Sven Prillwitz als einer ihrer Streiter. Zu diesem bunten Bild passte ein weiterer Schwerpunkt der „Nachttanz-Demo“: Den wummernden Bässen der auf einem Lastwagen mitgeführten Anlage war zwischen Rathausplatz und Christuskirche kaum zu entkommen. Es war deshalb eine gute Entscheidung, den Demonstrationszug nicht in die Oberstadt ziehen zu lassen, wo er das Altstadtfest vorübergehend lahmgelegt hätte. Das Wetter ließ die Tanzlust nach der Demo allerdings schnell unterkühlen.

Die Polizei begleitete die rund 50 Demonstration mit einer Präsenz, die man schon als Großeinsatz bezeichnen muss: Beamte begleiteten den Zug in vier Streifenwagen, auf zwei Motorrädern oder auch zu Fuß. Auch aus dieser Perspektive blieb „alles im grünen Bereich“. ▪ thk

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