Wintermarkt: Händler ziehen positives Zwischenfazit

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Romina Suliani freut sich über die große Resonanz in ihrem Stand mit Holzkunst aus dem Erzgebirge. - Fotos: K. Zacharias

Lüdenscheid - Das Wetter war zwar nicht so kalt, aber im Großen und Ganzen trocken. Der Durst auf Grog und Jagertee wurde abgelöst vom Appetit auf Glühwein (ohne Schuss) und Bier. Statt Mützen und Schals gab es Schmuck oder Holzkunst aus dem Erzgebirge. Und so fiel das Fazit der Händler auf dem Lüdenscheider Wintermarkt gestern auch durchweg positiv aus, wie eine kleine Umfrage auf dem Sternplatz ergab.

Denn auch, wenn der Winter derzeit alles andere als winterlich ist, die Besucher seien trotzdem gekommen, so das allgemeine Urteil der Standbetreiber. „Natürlich hätten Frost und Kälte besser gepasst, aber sobald das Wetter trocken ist, kommen sowohl die Lüdenscheider als auch Auswärtige“, erzählt Hartmut Langhoff, der den Markt im Auftrag des Lüdenscheider Stadtmarketings betreibt. Und auch dessen Geschäftsführer André Westermann ist überzeugt, dass sich der Markt samt Weihnachtshaus und Eisbahn in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt habe. „Und das versuchen wir auch weiterhin – im Rahmen der Möglichkeiten“, erinnert er unter anderem an den neuen Schmuck des Weihnachtsbaumes oder die neue Beleuchtung der Eisbahn. „Die Bahn wird gut genutzt, auch von vielen auswärtigen Schulen, damit sind wir sehr zufrieden.“

Ähnlich empfinden es auch die Standbetreiber. „Unserer Meinung nach hat das Wetter super mitgemacht und viele Kunden haben sich über unseren neuen Stand gefreut“, erzählt Jasmina Ilcev vom gleichnamigen Grill- und Partyservice. Denn auch wenn die weihnachtliche Stimmung bislang noch ein wenig fehlte, „Würstchen werden immer gegessen.“ Und das gilt auch für das Trinken: Am Stand von Thomas Jacob weichen die Kunden im Zweifel von Glühwein auf andere Getränke aus. Statt der „starken“ Dinge wird dann eben ein Glühwein ohne Schuss getrunken oder auch mal ein Bier. „Wir sind zufrieden“, freut sich Jacob vor allem, dass auch die Sonntage von den Kunden immer besser angenommen werden. „Das hat sich entwickelt.“

Während Markus Schuhmann und Philip Kirch mit ihrem Vorwerk-Stand erstmals in Lüdenscheid vertreten und von der positiven Resonanz positiv überrascht sind, ist der Stand mit Holzarbeiten aus dem Erzgebirge längst eine feste Größe. Und Romina Suliani durfte sich in diesem Jahr über noch mehr Kundschaft freuen. „Ich habe das Gefühl, dass die Leute wieder mehr Wert auf hochwertige Erzeugnisse legen und ihnen die höhere Investition für Handgefertigtes aus Deutschland wert ist.“ Lagen zuletzt vor allem Pyramiden im Trend, seien in diesem Jahr Schwibbbögen der Renner. Kai Funke ist schon seit vielen Jahren dabei – und auch in diesem Jahr zufrieden. „Auch wenn natürlich Mützen und Schals bei zehn Grad nicht so gefragt sind. Aber ich bin zufrieden“, findet er, dass die häufige Kritik am Wintermarkt nicht gerechtfertigt sei. Und nicht zuletzt das Programm im Weihnachtshaus habe sein Übriges getan, weiß Ricarda Langhoff. „Viele Vereine, die sich dort präsentiert haben, waren zufrieden. Das Schöne war, dass auch wieder neue dabei waren. Und auch fürs nächste Jahr haben wir noch Kapazitäten frei.“

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