18 Verkehrsunfälle

Wintereinbruch in Lüdenscheid: Nicht unerwartet, aber mit Macht

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Salz und Temperaturanstieg: Im Laufe des Vormittags verwandelte sich der erste Schnee schon wieder in grauen Matsch.

Lüdenscheid - Der Winter kam nicht unerwartet in die Kreisstadt, aber mit Macht. Erwartungsgemäß brach in den Morgenstunden im Berufsverkehr das Chaos aus. Ab 3 Uhr rollten die STL-Trupps, ab 5 Uhr war die Polizei pausenlos im Einsatz. 18 leichte Verkehrsunfälle und Behinderungen durch quer stehende Autos, teilweise Mitglieder des „Sommerreifen-Clubs“, hielten die Beamten auf Trab. Die MVG meldet eine ganze Serie von Verspätungen und Ausfällen.

Die Männer des STL hatten ein waches Auge auf den Wetterbericht. Einsatzleiter Frank Wiemer befahl um 3 Uhr 90 Kollegen auf die Straßen, 75 Fahrzeuge waren unterwegs. „Als wir um 5.30 Uhr mit den wichtigsten Straßen durch waren, hat es noch einmal einen ordentlichen Schneeschauer gegeben, und die Fahrbahnen sahen aus sie vorher. Da haben wir wieder von vorne angefangen.“

Die „Pökelflotte“ des STL rollte ab 3 Uhr pausenlos über alle Hauptstraßen.

Einer der ersten STL-Räumeinsätze fand auf dem Hof der benachbarten Märkischen Verkehrsgesellschaft an der Wehberger Straße statt. MVG-Pressesprecher Jochen Sulies berichtet, die Busse seien dann auch gestartet, aber kurz darauf vielfach im Chaos steckengeblieben. An Steigungen wie der Straße im Grund oder am Freisenberg oder in Richtung Heedfeld – überall behinderten quer stehende Fahrzeuge den Linienverkehr. Auf mindestens zwölf Strecken kam es zu teils erheblichen Verspätungen. Auch die Schnellbusse S1 und S2 waren betroffen.

Derschwere Unfall eines Sattelschleppers auf der Sauerlandlinie in Höhe Meinerzhagen wirkte sich auch auf die Lüdenscheider Innenstadt aus. Wer die A45 am Piepersloh verlassen hatte und durch die Kreisstadt etwa ins Volmetal wollte, musste sich hinten anstellen. Der Stau in Richtung Bräuckenkreuz reichte zeitweise bis zum Kreisel bei Sonneborn.

Eher idyllisch wirkt die Szenerie nur dort, wo sie nicht für Verspätungen und Ärger sorgt – wie am Ehrenmal.

Der Lkw-Unfall auf der Brücke bei Meinerzhagen betraf auch die Lüdenscheider Feuerwehr. Die Männer der Hauptwache leisteten Unterstützung auf der Autobahn, die des Löschzugs Brügge sicherte inzwischen die Einsatzstärke am Dukatenweg. Die Löschzüge Oberrahmede und Stadtmitte waren im Stadtgebiet unterwegs und beseitigten Gefahrenstellen und umgekippte Bäume. Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) übernahmen im Laufe des Vormittags die Sägearbeiten.

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