Kult-Park-Festival

Wingenfelder und Kinderfest im Kulturhausgarten

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Der Kinderliedermacher Uwe Lal organisierte eine Polonaise rund um den Zeitungsleser.

Lüdenscheid - "Das ist alles umsonst, und selbst der Getränkeverkauf hält sich in Grenzen. Aber mir ist das wichtig“, sagt Veranstalter Oliver Straub mit Blick auf das Kinderfest Sonntagnachmittag im Kulturhauspark. Schon seit der Erstausgabe des Festivals ist das Fest Bestandteil des Kult-Parks, auch wenn „umsonst und draußen“ eine gute vierstellige Summe kostet. Ohne die Unterstützung der heimischen Wirtschaft, so Straub, wäre das nicht bezahlbar.

Und so gab's wieder bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen eine riesige Hüpfburg, auf der sich die kleinen Festbesucher nach Herzenslust austoben konnten. Glücksrad, das Feuerrote Spielmobil mit jeder Menge Bewegungsspielen, Seifenblasen und Tanzeinlagen der Tanzschule Stadtmüller & Tegtmeyer komplettierten das Angebot. Auf der Bühne im Kulturhausgarten: der Kinderliedermacher Uwe Lal, der mit den Kleinen tanzte, Spaß machte, immer wieder die Eltern zum Mitmachen animierte, Kinderlieder sang und Polonaisen rund um den Zeitungsleser veranstaltete. Am späten Nachmittag war Schluss mit dem Kinderspaß. Immerhin musste die Wiese noch aufgeräumt werden für den Auftritt des Jazzers Henrik Freischlader, der mit seiner Band am Abend den Schlussakkord setzen sollte.

Kai und Thorsten Wingenfeld präsentierten ein großartiges Konzert.

Kai und Thorsten Wingenfelder und ihre musikalischen Mitstreiter schafften am Samstagabend, was im Kult-Park kaum einer Band vor ihnen wirklich gelungen war: Die Sauerländer Fans aus der Reserve zu locken und zu überreden, den ansonsten meist penibel eingehaltenen „Sicherheitsabstand“ zur Bühne zu überwinden, nach vorne zu kommen und mit jenen Musikern, die für viele untrennbar mit Erinnerungen an die Jugend- und Schulzeit verknüpft sind, einen großartigen Abend zu erleben. Am Samstag fand im Kulturhauspark ein Konzert statt, das sich zum bisherigen Höhepunkt des Kult-Park-Festivals entwickelte.

Bei der Formation Wingenfelder stehen die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder im Mittelpunkt, Masterminds der vor allem in den 80er und 90er Jahren international erfolgreichen Formation Fury in the Slaughterhouse. Mitgebracht hatten die Brüder, die an diesem Abend im Quartett mit ihren beiden Band-Musikern Fabian Schulz (Akustikgitarre, Keyboard) und Volker Rechin (Bass) aufspielten, ihr drittes Wingenfelder-Album „Sieben Himmel hoch“. Nach dem Opener „World weit weg“ vom neuen Album zeigten sich die Wingenfelder-Brüder in Plauderstimmung und verrieten unter anderem, dass ihr Song „Irgendwo ist immer Sommer“ nach der Lösung einer Schreibblockade mit einer guten Flasche Rum entstanden und von ihnen erstmals im ZDF-Fernsehgarten aufgeführt worden sei. „Florian Silbereisen war damals total begeistert von dem Stück“, erklärte Kai Wingenfelder lachend. Neben den zahlreichen Songs des neuen Wingenfelder-Albums – darunter „Mitten im Leben“, „Sieben Himmel hoch“, „Hör bloß nicht auf zu träumen“ und „Königin der Nacht“ (den Kai für seine Frau schrieb) dachten die Musiker daran, die vielen Fury-Fans im Kulturhauspark zufriedenzustellen. Auch dabei konnte das Publikum einiges erfahren, zum Beispiel, dass es sich bei „Dead And Gone“, das an diesem Abend zu hören war, gar nicht um einen Originalsong von Fury handelt, sondern um ein altes Stück einer britischen Kapelle namens McGuinness Flint. „Von denen hat uns mal einer geschrieben, dass sie unsere Version total scheiße finden“, erinnerten sich dazu die Wingenfelder: „Wir haben ihnen geantwortet, dass wir dann gerne mal den Pool ausprobieren würden, den sie sich durch unser Cover wohl haben zulegen können.“

Die Gäste im Kulturhauspark ließen sich nicht lange bitten und rückten gern an die Bühne heran.

Darüber hinaus hatten die Musiker Akustikversionen von den Fury-Klassikern „Won’t Forget These Days“ und, als letztes Stück auf der Setliste vor der Zugabe „Klassenfahrt“ vom Wingenfelder-Album „Selbstauslöser“, „Time To Wonder“ in einer Acht-Minuten-Fassung im Gepäck. Nach dem Konzert widmeten sich die Künstler noch ausgiebig den Autogramm- und Selfie-Wünschen der Zuschauer im gut besuchten Kulturhauspark.

Der Kult-Park wird am Donnerstag mit dem Auftritt der Band Seven Hills Blend fortgesetzt, dann aber wieder auf dem Sternplatz. Beginn des Konzertes ist bei freiem Eintritt gegen 19 Uhr. Nächstes Wochenende pausiert der Kult-Park Festival zugunsten des Jazzfestivals auf der Kulturachse zwischen den Museen und der Erlöserkirche.

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