SPD will Städtische Galerie nun doch erhalten

Die Städtische Galerie soll erhalten bleiben – unter einem anderen Träger oder mit einem neuen Konzept, fordert die SPD.

LÜDENSCHEID - Die SPD-Ratsfraktion hat den zuletzt angestellten Überlegungen zu einer Schließung der Städtischen Galerie eine Absage erteilt. „Wir wollen die Verwaltung im nächsten Hauptausschuss damit beauftragen, für die Galerie einen freien Träger zu suchen oder sie in Zusammenarbeit mit Nachbarstädten neu aufzustellen“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Ingo Diller. Allen anderweitigen Überlegungen auch innerhalb der Ampelkoalition zum Trotz werde die SPD „zu dem Beschluss stehen, auf die Schließung städtischer Kultureinrichtungen zu verzichten“. Stattdessen seien für die Galerie alle Möglichkeiten von Einsparungen zu prüfen, um zu vernünftigen Lösungen zu kommen.

Wie berichtet, hatte es nach den Haushaltsplanberatungen der Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen noch geheißen, das Schicksal der Galerie sei offen. Daraufhin hatte Kulturdezernent Wolff-Dieter Theissen darauf aufmerksam gemacht, dass eine Schließung kaum Sparpotenzial birgt, so lange damit nicht auch betriebsbedingte Kündigungen verbunden sind. Die aber hatte die Ampel zuvor grundsätzlich ausgeschlossen. Laut Theissen könnte eine Aufgabe der Städtischen Galerie außerdem ungeahnte Kosten verursachen. So stehe sie nach Schenkungen in der Pflicht zu bestimmten Ausstellungen, außerdem sei ein Teil ihres Fundus‘ mit Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe angeschafft worden, die von der Stadt dann zurückzuzahlen wären.

Nach den Worten Dillers könnte eine interkommunale Zusammenarbeit zur Galerie künftig auch so aussehen, dass andere Städte etwa ihre Sammlungen an der Sauerfelder Straße deponieren oder ausstellen.

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