CDU will Schuldenuhr am Rathaus anbringen

Mit einer Schuldenuhr am Rathaus will die CDU die Bürger sensibilisieren.

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer besonderen Initiative möchte die CDU auf die zunehmende Verschuldung der Stadt hinweisen und damit für ein Umdenken sorgen. „Eine am Rathaus angebrachte Schuldenuhr – ähnlich der am Eingang des Bundes der Steuerzahler in Berlin – soll die Bürger dafür sensibilisieren, dass wir mit den Schulden unsere Handlungsfreiheit zerstören und nachfolgenden Generationen eine finanzielle Katastrophe hinterlassen“, sagt der Ortsunions-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf, der die Aktion am Freitag gemeinsam mit seinen Parteikolleginnen Ursula Meyer und Susanne Mewes vorstellte.

Wie berichtet, liegt laut statistischem Landesamt der Schuldenstand Lüdenscheids bei rund 112 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1450 Euro entspricht. „Alle sind also betroffen, weil die Steuerlast der Bürger insgesamt steigt. Allein die Zinslast droht uns zu zerdrücken. Das muss in den Köpfen ankommen.“ Dann werde auch deutlich, dass gespart werden müsse, und zwar „nicht in homöopathischen Dosen“, sondern in großem Umfang und in allen Bereichen. Dafür seien parteiübergreifend gemeinsame Anstrengungen, Kreativität und eine effiziente Umsetzung gefragt. Das gehe von Personalkosteneinsprungen im Rathaus, der Bündelung von Kernkompetenzen bis zu mehr Eigenverantwortung der Bürger. „Wir wollen damit die Infrastruktur nicht zum Erliegen bringen, sondern sie neu gestalten.“ Das könne die erhebliche Verminderung von Ampelanlagen sein und oder das Kehren der Bürger vor der eigenen Haustür, um Stadtreinigungsgebühren einzusparen. „Denkverbote darf es aufgrund der Brisanz nicht geben“, betonte Ursula Meyer

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