Klimaschutz braucht Projekte: Photovoltaik auf Mülldeponie

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Der äußere Eindruck eines unberührten Naturidylls täuscht: Die alte Mülldeponie Kleinleifringhausen müffelt vor sich hin, soll aber bald Platz für eine große Solaranlage bieten.

Lüdenscheid - „Klimaschutz braucht konkrete Projekte!“ Unter dieser Überschrift will die SPD-Kreistagsfraktion den Bau einer großen Freiflächen-Solaranlage auf der Mülldeponie Kleinleifringhausen vorantreiben.

Fraktionschef Wolfgang Rothstein, sein Stellvertreter Harald Metzger und Geschäftsführerin Ariane Knauer wollen den Antrag am 24. September in den MK-Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung einbringen. 

Von der Initiative profitieren könnte eine Firma in der Nähe, etwa im Industriegebiet Wibschla. 

Das Deponiegelände erweckt äußerlich den Anschein eines unberührten Naturidylls – wären da nicht Zäune, Verbotsschilder oder das modrige Aroma verfaulender Abfälle in der Luft. Das Areal liegt laut SPD-Fraktion „bis weit in die 40er-Jahre unseres Jahrhunderts in der Nachsorgephase“. 

Auch künftig soll der STL trotz eines geplanten Rückbaus des Geländes Umlademöglichkeiten für Grün- und Bioabfälle aus dem gesamten Kreisgebiet behalten. Andererseits wollen die Sozialdemokraten im Kreistag „vielen Stimmen aus Politik und Gesellschaft“ Rechnung tragen und den Ausbau regenerativer Energien fördern. 

Im Antrag heißt es dazu: „Die Diskussion um die Klimakrise erfordert auch im Märkischen Kreis verstärkte Anstrengungen in diesem Bereich.“ Zahlreiche Deponien in NRW seien schon mit derartigen Anlagen bebaut. 

Der Märkische Kreis und seine Abfallentsorgungsgesellschaft (AMK) sollen nun bis Ende des Jahres „einen qualifizierten Bericht“ über den Bau einer Photovoltaikanlage auf der alten Müllkippe erstellen. Dann sollen die Größe der Anlage, Fördermöglichkeiten, mögliche technische Probleme oder Sicherheitsaspekte geklärt sein. 

Wie der SPD-Kreistagsabgeordnete und frühere Lüdenscheider Ratsfraktionsvorsitzende Harald Metzger im LN-Gespräch erklärt, sei es langfristig denkbar, ein Modell mit einer der benachbarten Firmen in Wibschla zu entwickeln und eine „Public Private Partnership“ (PPP) einzugehen, bei der der Kunde den auf der Deponie klimaschonend erzeugten Strom abnimmt.

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