So wollen Klimaschützer Lüdenscheids Bürgermeister-Kandidaten prüfen

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Lüdenscheid – Den Lüdenscheider Bürgermeister-Kandidaten soll auf den Zahn gefühlt werden. Das ist die Absicht von heimischen Klima-Aktivisten. 

Von Aufgeben keine Spur mehr: Die Energiewendegruppe für Lüdenscheid und den Märkischen Kreis hat ihre Gedankenspiele zur Selbstauflösung ad acta gelegt – und will künftig sogar wieder in den Offensiv-Modus schalten. 

Zur Erinnerung: Vor Zeiten plagten die Gruppen-Akteure derart starke Zweifel am Erfolg ihrer Bemühungen, dass sie ihr Engagement beenden wollten. Davon ist im Moment laut Gruppen-Sprecher Wolfgang Utsch aber keine Rede mehr: „Wir machen weiter, denken aber über neue Strategien nach.“

In diesem Zusammenhang wollen die Klimaschützer im Kommunalwahljahr 2020 sogenannte „Wahlprüfsteine“ für die Parteien setzen. Konkret: Ab Februar sollen sich die Bürgermeister- beziehungsweise Spitzenkandidaten der Parteien in persönlichen Gesprächen zu ihren jeweiligen Klimaschutz-Vorstellungen positionieren. 

Dabei will die Energiewendegruppe Standpunkte zu Themen abfragen, die ihr selbst besonders wichtig erscheinen. So etwa die Forderung nach Reduzierung des automobilen Individualverkehrs bei gleichzeitigem Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur sowie der Bus- und Bahnnetze. 

Äußern sollen sich die Politiker auch zur Errichtung von Pumpspeicherwerken und zu einem Ausbau des Nahwärme-Netzes. In Pumpspeicherwerken, gelegen an Talsperren, erzeugen Maschinen Energie, die anschließend gespeichert wird – was als umweltfreundlich gilt. 

Beim Nahwärme-System können Blockheizkraftwerke angrenzende Wohnviertel sowohl mit Strom wie mit Heizenergie versorgen. Ergebnisse der Politiker-Befragung sollen laut Utsch voraussichtlich im April vorliegen.

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