Telefonmasten bodennah gekappt

Jetzt stehen die Masten an der richtigen Stelle, findet Wilhelm Schwarz.

Lüdenscheid - Wilhelm Schwarz schüttelt den Kopf: „Jetzt wird das gemacht, was ich ja schon im November vergangenen Jahres vorgeschlagen habe. Alle Telefonmasten sind bodennah abgesägt worden, neue Masten entlang des Langenohler Wegs gesetzt worden. Irgendwie ist das ja schon paradox“, sagt er und schmunzelt.

„Paradox“ ist schon das richtige Wort für die gesamte Geschichte, die sich gegenüber der Kleingartenanlage Schafsbrücke abspielte.

Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Waldfläche, für dessen Pflege und Wegesicherung Schwarz zuständig ist, waren immer wieder Telefonleitungen durch die Bäume beschädigt worden. War das geschehen, kamen Mitarbeiter einer von der Telekom beauftragten Firma und reparierten sie wieder. Für Schwarz ein Unding. Statt der zehn bis zwölf Masten im Wald könne man erheblich weniger am Langenohler Weg setzen und das Problem sei gelöst. Schwarz machte sich selbst an die Behebung des Problems und sägte im November des vergangenen Jahres einen Masten um, nachdem er nach eigenen Angaben die Genehmigung der Telekom dazu bekommen hatte.

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Mit Säge und Axt Telekom-Mast gefällt

Die stritt das vehement ab und drohte wegen Sachbeschädigung mit Regressforderungen, die auch vorliegen. Wilhelm Schwarz soll für den von ihm verursachten Schaden mehrere hundert Euro zahlen. „Hätte Herr Schwarz ein wenig gewartet, hätten wir im Rahmen unserer Strukturarbeiten, die von einer zentralen Planungsstelle organisiert werden, das Problem beseitigt“, sagt Telekom-Mitarbeiter Axel Rolle. In einem Schreiben an den Lüdenscheider hatte er Anfang Juli den Rückbau der oberirdisch verlaufenen Trassenführung angekündigt.

Schwarz’ Rechtsanwalt Rolf Holthaus schrieb daraufhin an die Telekom, nun werde praktisch das getan, was sein Mandant bereits angefangen hatte: „Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen wäre es nett und meines Erachtens auch angemessen, wenn Sie uns bestätigen, dass seitens der Telekom keine Schadenersatzansprüche mehr gestellt werden und dass auch kein Interesse an einer Strafverfolgung besteht.“ Schwarz habe ja offensichtlich etwas zu früh, aber trotzdem nicht verkehrt gehandelt.

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