Wigginghausen-Konzert: Tradition geht weiter

Klaus Tiedge (Lebenshilfe)

LÜDENSCHEID - Am 16. Dezember wird in der Schützenhalle am Loh eine kurzfristig unterbrochene Tradition weiter geführt. Unter der Regie der Lebenshilfe singen mehrere heimische Chöre im Rahmen des Wigginghausen-Konzertes weihnachtliche Weisen.

Diese Nachricht überbrachte am Dienstag Klaus Tiedge (Lebenshilfe), nachdem soeben die Verhandlungen mit Felice Bucci als Schützenhallen-Betreiber einen positiven Ausgang gefunden haben. „Auch die Lüdenscheider Schützengesellschaft als Besitzer der Halle ist sehr froh darüber, dass wir das Konzert in diesem Jahr wieder veranstalten“, so Tiedge gegenüber unserer Zeitung.

Im vergangenen Dezember war das Konzert erstmals nach 30 Jahren ausgefallen. Der Pächterwechsel der Schützenhalle und eine neue Orientierung hatten die Lebenshilfe zu diesem Schritt veranlasst – wir berichteten. Allerdings hatte die Lebenshilfe bereits Anfang Dezember 2011 signalisiert, im neuen Jahr Gespräche aufzunehmen mit dem Ziel, es wenn möglich bei dem einmaligen Ausfall zu belassen.

Fest stehe, so Tiedge, schon jetzt, dass viele liebenswerte Gäste auftreten werden. Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule wird gemeinsam mit dem Kammerorchester Lüdenscheid einen klangvollen Rahmen bilden. Für weihnachtliche Einstimmung sorgen der Bergstadtchor unter der Leitung von Stefan Lex, verschiedene Abteilungen des Lüdenscheider Kinderchores, das Lüdenscheider Männerquartett unter der Leitung seines neuen Chorleiters Matthias Topp, und auch der Musikzug des Versetaler Schützenvereins trägt zur entsprechenden Stimmung bei. Neben der Liste der Interpreten brachte Tiedge noch zwei weitere Sahnehäubchen mit: „Bis zum Konzert wird die Schützenhalle über eine Fußbodenheizung verfügen, so dass niemand mehr frieren muss.“ Darüber hinaus wird die Halle neu bestuhlt: Bis Dezember werden 1000 gepolsterte Stühle zur Verfügung stehen.

Der Erlös aus den Eintrittskarten fließt wie eh und je in die verschiedenen Projekte der Lebenshilfe. 360 000 Euro kamen in den vergangenen 30 Jahren durch das Wigginghausen-Konzert zusammen, mit denen ein Miteinander zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen auf verschiedenste Weise gefördert werden konnte.

1981 fand mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Jürgen Dietrich sowie mehrerer Privatpersonen das erste Benefizkonzert dieser Art in der Wagenhalle von Jochen Köster statt, vornehmlich, um der Lebenshilfe den Kauf des Gutshofes Wigginghausen zu ermöglichen und diesen für Menschen mit Behinderungen auszubauen.

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