Wieder kein Public Viewing in der Kreisstadt

LÜDENSCHEID ▪ Die Fußball-Europameisterschaft wird in Lüdenscheid wieder nur in Kneipen und Wohnzimmern stattfinden. Wer ein richtiges Public Viewing genießen möchte, muss dafür in eine der umliegenden Städte „auswandern“.

Damit reiht sich das bevorstehende EM-Erlebnis in die sportlichen Großereignisse der vergangenen Jahre ein. 2006, bei der WM im eigenen Land, waren die Bemühungen einer Veranstaltergemeinschaft am Veto des LSM-Aufsichtsrates gescheitert. Auch bei der EM in Österreich und der Schweiz und bei der WM in Südafrika guckten die Lüdenscheider nicht auf eine öffentliche Großleinwand, sondern in die Röhre. Und diesmal, bestätigte gestern Stadt-Pressesprecher Wolfgang Löhn, liegt der Stadtverwaltung nicht ein einziger Antrag auf ein Public Viewing vor.

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Damit bildet die Kreisstadt in der Umgebung die unrühmliche Ausnahme. In Plettenberg auf dem Alten Markt wird es ein Public Viewing geben, in Werdohl hat der CVJM eins organisiert, ein Verein in Altena plant öffentliche Sausen in seiner Halle. Der Verein Naturbühne Alter Markt in Halver hofft auf die Wiederholung des Erfolgs von 2010, als mehr als 1000 Zuschauer kamen. Und ein Chor in Meinerzhagen sorgt für ein öffentliches „Rudelgucken“, das mit der Unterstützung der Stadt im Ratssaal stattfinden wird.

Zwar sagte Wolfgang Löhn gestern auf LN-Anfrage, auch eine After-Show-Party im Rosengarten sei bislang nicht beantragt. Doch aus dem Brauhaus Schillerbad ist eine andere Version zu hören. Brauherr Jörg Mehl hat demnach wieder Interesse, seine Gäste nach dem Abpfiff im Rosengarten mit Bier und Musik zu versorgen. Doch die Auflagen des Rechts- und Ordnungsamtes seien strenger als vor zwei Jahren „und im Grunde gar nicht zu erfüllen“, hieß es. - Olaf Moos

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