Unkomplizierte Standortbestimmung für jedermann

WhatsApp hilft im Notfall

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Verena Kasperek, Sandra Manß und Stephan Volkmann (von rechts) bei der Test-Standortbestimmung in der Leitstelle

Lüdenscheid - Am Anfang war es dieser Mountainbiker, der im Wald gestürzt war, nicht wusste, wo er sich befand und mit dem Smartphone einen Notruf absetzte. Der kam bei der Kreisleitstelle in Lüdenscheid an – und setzte viel mehr in Gang als den klassischen Rettungsweg. Stephan Volkmann, Leiter der Kreisleitstelle am Dukatenweg, erinnert sich noch gut an das, was folgte: Seitdem habe man die Standortbestimmung per Smartphone verfeinert und vereinfacht.

Für die stellvertretende Bürgermeisterin Verena Kasperek und ihre SPD-Ratskollegin Sandra Manß bietet dieses Verfahren noch ganz andere Vorteile, für die sie im Gespräch mit Stephan Volkmann, dem Chef der Kreisleitstelle, warben. „Was macht denn ein Analphabet“, fragten sie und wiesen auf den recht hohen Anteil an Menschen hin, die weder lesen noch schreiben könnten. Auch bei schlechten Deutschkenntnissen könne diese einfache Form der Standortbestimmung helfen.

Die laufe wie folgt ab, erläuterte Volkmann: Wer seinen Standort im Notfall nicht nennen könne, dem sende die Leitstelle eine Nachricht per WhatsApp mit einem eigens zu diesem Zweck angeschafften Diensthandy aufs Smartphone. Der Empfänger sende den Standort des eigenen Geräts zurück. Die Leitstelle übermittele die Koordinaten per Computer an die Retter. Zweimal im Monat komme das im Schnitt vor.

„Das kann man privat gut üben“, sagt Sandra Manß. Das müsse sich unbedingt herumsprechen. Langfristiges Ziel sei, betonte Volkmann, dass es eine automatische Standortübertragung gebe. Daran werde auf anderer Ebene inzwischen gearbeitet.

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