197 Prozent des langjährigen Mittels

Wetterdaten zum Hochwasser: Juli im MK schlägt alle Regenrekorde

Am 14. Juli fielen 143,2 Liter Regen auf jeden Quadratmeter in Lüdenscheid.
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Am 14. Juli fielen 143,2 Liter Regen auf jeden Quadratmeter in Lüdenscheid.

Am 14. Juli fiel vom Morgen bis zum Abend mit 143,2 Litern pro Quadratmeter eine bisher noch nie dagewesene Regenmenge an einem Tag auf Lüdenscheid. Dadurch kam es zu schlimmen Überschwemmungen. Auf die Fläche von Lüdenscheid (86,73 Quadratkilometer) hochgerechnet ergibt das etwa 12,4 Millionen Kubikmeter Wasser.

Lüdenscheid – Am 14. Juli fiel vom Morgen bis zum Abend mit 143,2 Litern pro Quadratmeter eine bisher noch nie dagewesene Regenmenge an einem Tag auf Lüdenscheid. Dadurch kam es zu schlimmen Überschwemmungen. Auf die Fläche von Lüdenscheid (86,73 Quadratkilometer) hochgerechnet ergibt das etwa 12,4 Millionen Kubikmeter Wasser. In die Versetalsperre passen maximal 32,2 Millionen Kubikmeter Wasser.

Die bisher höchste gemessene Niederschlagsmenge in einem Juli wurde am 22. Juli 1972 mit 66,1 Litern pro Quadratmeter registriert. Auch der bisherige Jahresrekord von 113,4 l/qm wurde deutlich übertroffen.

Im Juli fiel dadurch mit 219,5 l/qm auch insgesamt richtig viel Niederschlag auf Lüdenscheid. Diese Regenmenge entspricht 197 Prozent des langjährigen Mittels (111,2 l/qm). Nur in den Jahren 1965 (278 l/qm), 1948 (252 l/qm) und 1944 (235 l/qm) fiel in einem Juli mehr Niederschlag. Die bisher trockensten Monate im Juli gab es 1982 mit 21,0 l/qm gefolgt von 1971 (22,1 l/qm), 1983 (22,8 l/qm) und 1972 (30,0 l/qm). Der Regen verteilte sich vergangenen Juli auf 19 Tage (langjähriges Mittel 16,8 Tage). Davon gab es 17 Tage mit mehr als 1,0 l/qm (12,7 Tage) und zwei Tage mit mehr als 10,0 l/qm (3,8 Tage).

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17,2 Grad Celsius war der Juli 2021 um 1,4 Grad wärmer als das langjährige Mittel (15,8 Grad). Im Jahr 2006 war es mit 22,2 Grad beim Fußball-Sommermärchen am wärmsten.

Bei der Betrachtung der einzelnen Dekaden fällt auf, dass es zum Monatsende hin am wärmsten war. Am 18. Juli stieg die Temperatur mit 24,8 Grad auf den höchsten Wert des Monats an. Damit wurde die bisherige Rekordtemperatur für einen Juli (37,6 Grad am 25. Juli 2019) überaus deutlich verfehlt.

Es gab im Juli insgesamt keinen heißen Tag (mindestens 30,0 Grad) – das ist etwas weniger als durchschnittlich. Im langjährigen Mittel gibt es nur etwa alle zwei Jahre einen heißen Tag im Juli. Mit auch keinen Sommertagen (mindestens 25 Grad) gab es natürlich auch deutlich weniger Sommertage, als im langjährigen Mittel (fünf Sommertage) üblich sind. Die tiefste Temperatur des Monats von 10,8 Grad registrierten die Meteorologen vom Staberg am 1. Juli. Die absolut tiefste Temperatur für einen Juli in Lüdenscheid von 4,5 Grad (1. Juli 1984) wurde damit deutlich verfehlt.

An der Station im Zeppelin-Gymnasium wurden 183,1 Stunden Sonnenschein registriert – für einen Juli ein leicht unterdurchschnittlicher Wert (93 Prozent des langjährigen Durchschnitts). Auf einen Tag umgerechnet ergibt das 5,9 Stunden. Rekordhalter ist hier der Juli 2018 mit 310,4 Stunden Sonnenschein dicht gefolgt vom Juli 2006 mit 308,2 Stunden Sonnenschein.

Der Wind erreichte an drei Tagen Sturmstärke (mindestens 8 Beaufort). Am 6. Juli wehte der Wind mit gut 64 km/h (8 Beaufort) am stärksten. Im Mittel wehte der Wind nur etwas schwächer als üblich über den Lüdenscheider Staberg. Die Hauptrichtung war Südwest (32%) gefolgt von Süd.

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