Wettbewerb für „Licht im Quartier“ der Denkfabrik

Auch die historische Fassade des Entwicklungs- und GründerCentrum soll in Abendstunden in Szene gesetzt werden.

LÜDENSCHEID ▪ „Das ist sehr, sehr schön!“ Große Zustimmung der Politiker fanden im jüngsten Fachausschuss des Stadtrates die Ideen der Verwaltung zur anstehenden Auslobung eines Wettbewerbs für Lichtplaner. Sie sollen im Quartier der „Denkfabrik“ an sieben Stellen Lichtmarken setzen – vom denkmalgeschützten Stromhäuschen bis zum evangelischen Friedhof.

Wie Stadtplaner Lars Bursian vor dem Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt erklärte, geht es im Weetbewerb um Ideen zur Schaffung lichtinszenierter Orte und Gebäude, die dem Quartier auch abends Identität, Sicherheit und Orientierung geben sollen. Man erwarte jeweils Entwürfe unterschiedlicher Büros, denen man indes mit Blick auf die Finanzlage der Stadt noch keine Realisierungsversprechen geben könne, sagte Bursian.

Wie berichtet, handelt es sich bei den sieben Standorten um die Christuskirche, die Fassade des Entwicklungs- und GründerCentrum EGC, das denkmalgeschützte Stromhäuschen am Fußweg von der Polizeistation zur Martin-Niemöller-Straße, den großen Pendelturm auf dem Erweiterungsbau der Phänomenta, die historischen Fassaden entlang der Bahnhofstraße, den Quartiersplatz „Knapper Schule“, der in den LN bereits vorgestellt wurde, und die dezente Beleuchtung des Weges über den Friedhof.

▪ Die Beleuchtung der Christuskirche, so Bursian, soll identitätsstiftend wirken und das 66 Meter hohe Bauwerk als weithin sichtbare Landmarke erscheinen lassen. Die Gemeinde sei sehr angetan von dem Vorhaben.

▪ Das EGC sei dank seiner auffälligen Fassade ein prägendes Gebäude, das aus verschiedenen Blickwinkeln immer anders wirke. Das soll künftig auch abends so sein.

▪ Auf dem Weg vom Rathausplatz ins Bahnhofsquartier liegt das denkmalgeschützte Stromhäuschen Baujahr 1920, das aus seinem Schattendasein zu erlösen sei. Dass dies nicht immer so war, zeigte Bursian an einer historischen Aufnahme, die es an der Kreuzung ganz vorn auf einer grünen Insel zeigt.

▪ Wie das künftige Phänomenta-Pendel in Szene zu setzen ist, will das Rathaus ebenfalls von Lichtplanern wissen.

▪ Die kleinteiligen Fassaden an der Bahnhofstraße sollen buchstäblich in neuem Glanz erstrahlen.

▪ Für den „Quartiersplatz Knapper Schule“ geht es um das historisches Gebäude wie auch die Platzfläche mit verschiedenen Nutzungen und Wegeverbindungen.

▪ Das ungewöhnlichste Projekt gefiel vielen Politikern von der Idee her am besten: der beleuchtete Weg über den evangelischen Friedhof. Er soll auch in der „dunklen Jahreszeit“ sicher begangen werden können, auch als direkte Verbindung zum Wohngebiet Wehberg.

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