Wessel-Gruppe investiert zehn Millionen Euro

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Marketingleiter Michael Schmidt, Simone Winnen (Öffentlichkeitsarbeit), Geschäftsführer Michael Poschmann, Marion Fandrey, verantwortlich fürs Sternenzelt, und Christian Meise, Verwaltungsleiter der Fachklinik Spielwigge (v.li.) stellten das Konzept vor.

Lüdenscheid - Rund zehn Millionen Euro investiert die Karl Wessel Unternehmensgruppe in Umbau und Renovierungsarbeiten von Haus Hellersen und Fachklinik Spielwigge. Gleichzeitig bringt sie ein Gemeinschaftsprojekt beider Einrichtungen auf den Weg und erweitert das Angebot im Sternenzelt.

Das umfangreiche Vorhaben stellten Michael Poschmann, Geschäftsführer der drei Einrichtungen in Lüdenscheid, Marketingleiter Michael Schmidt und Fachklinik-Verwaltungsleiter Christian Meise vor.

Dem Sternenzelt an der Wilhelmstraße kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Unter dem Motto „Mitten im Gespräch“ sollen hier die Fäden zusammenlaufen.

„Wir wollen das Netzwerk der Betreuung und Beratung verdichten, Kontaktzentrum für ganz Lüdenscheid sein und uns mit unserem Angebot noch mehr öffnen für alle Beteiligten, die mit Suchtbewältigung und seelischer Gesundheit zu tun haben.“

Dazu gehören künftig Fachveranstaltungen branchennaher Unternehmen und Institutionen für kleinere und größere Gruppen. Geplant sind auch Kurzseminare für eine begrenzte Teilnehmerzahl zu Themen aus dem Gesundheitswesen, die geschulte Trainer und Fachleute aus dem Haus Hellersen und der Fachklinik Spielwigge leiten – und das alles mitten in der Stadt und eben „Mitten im Gespräch“.

Neben den bereits offenen Sprechstunden soll im Sternenzelt ein reger Erfahrungsaustausch stattfinden. „Im Idealfall profitieren wir und unsere Kooperationspartner beidseitig voneinander und letztlich unsere Bewohner und Patienten, die es am allernötigsten haben“, betont Poschmann.

Bundesweit sei der Zusammenschluss aus der Betreuung von Suchtabhängigen sowie psychisch und geistig Pflegebedürftiger einzigartig. Mit den beiden Einrichtungen werde eine Lücke geschlossen für Menschen, die ohne fremde Hilfe ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommen und zur Wiedereingliederung eine stationäre Hilfe benötigten.

In der Fachklinik Spielwigge gibt es 45 Plätze, darunter sind 25 Prozent Frauen. Haus Hellersen hat 241 Bewohner in neun Wohngruppen. Zurzeit leben 28 von ihnen in einer Außenwohngruppe, in der sie begleitet werden, um möglichst wieder ein selbstständiges Leben führen zu können.

Nach einer zweieinhalbjährigen Umbauphase in mehreren Bauabschnitten soll in der Fachklinik Spielwigge neben der Renovierung aller Patientenzimmer ein neues, modernes Therapiezentrum entstehen.

 Im Haus Hellersen werden 48 neue Einzelzimmer geschafffen, die einer gesetzlichen Vorgaben geschuldet sind: Bis Mitte 2018 müssen 80 Prozent Einzelplätze vorgehalten werden. Die Kombination aus der Verbesserung baulicher und inhaltlicher Elemente dient letztlich der Optimierung der Patientenbehandlung in den drei Einrichtungen der Wessel Unternehmensgruppe.

Von Martin Messy

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