Richard-/Brüderstraße: Keine Mehrheit für AfL-Antrag

Wertstoffsammelstelle: Verstärkte Kontrollen statt Abbau

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STL-Mitarbeiter Andreas Hendann soll die Wertstoffsammelstellen verstärkt kontrollieren.

Lüdenscheid - Keine Mehrheit fand im Hauptausschuss der Antrag der Alternative für Lüdenscheid (AfL), die Müllsammelstelle an der Ecke Richard-/Brüderstraße ersatzlos abzubauen. Alle anderen Ratsparteien lehnten den Vorschlag ab.

Bürgermeister Dieter Dzewas erklärte, jede Sammelstelle, die weggenommen werde, führe nur zu einer Verlagerung der Vermüllung an eine andere Stelle. CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling meinte: „Wir sollten nicht vor den Schmutzfinken kapitulieren.“ Seine Parteikollegin Ursula Meyer fügte hinzu, dass Bewusstsein für eine vernünftige Müllentsorgung könne nur übers Portemonnaie geweckt werden: „Ordnungswidrigkeiten müssen geahndet werden, um die Müllsünder zu bestrafen. Das ist doch kein rechtsfreier Raum.“

Für eine Erhöhung der Bußgelder sprach sich auch Gordan Dudas (SPD) aus. „Das müssen richtig hohe Bußgelder sein, die dann verhängt werden.“ Außerdem müsse weiter aufgeklärt werden.

AfL-Chef Peter Oettinghaus konnte dem nicht folgen: „Wir haben monatelang Aufklärung betrieben und uns immer wieder bemüht, die Situation zu verbessern. Wir haben Gespräche mit den Anwohnern geführt, Flyer an einzelne Haushalt verteilt. Wir haben eine Videoüberwachung gefordert, die aber ja angeblich aus Datenschutzgründen nicht möglich ist. Nun ist unsere Geduld erschöpft, und deshalb beantragen wir an diesem Standort den ersatzlosen Abbau der Müllcontainer.“

Wie berichtet, setzen STL-Werksleiter Heino Lange und Werksausschuss-Vorsitzender Bernd Schildknecht ab sofort auf verstärkte Kontrollen an besonders stark vermüllten Werstoffsammelstellen im Stadtgebiet und haben kürzlich STL-Mitarbeiter Andreas Hendann vorgestellt. Er soll Standorte aufsuchen, Anwohner ansprechen und darf auch Verwarnungsgelder zwischen 25 und 55 Euro verhängen. Auch Lange und Schildknecht sind überzeugt, dass die Schließung von Sammelstellen keinen Sinn macht.

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