Das Werkzeugbau-Institut (wi-swf) stellt sich vor

Geschäftsführer Olaf Schmidt (rechts) zeigt Oberflächenstrukturen, die durch reproduzierbares „Lasershapen“ möglich werden.

Lüdenscheid - Die Barthaare des Schoko-Weihnachtsmannes, Noppen auf dem Zahnbürstengriff, Fellstruktur für die PC-Maus, Wellenlinien auf der Schuhsohle – diese Laser-Maschine macht’s.

Vor allem macht sie’s immer wieder gleich gut, reproduzierbar. Das hat sie dem Menschen voraus: Der ätzt, erodiert und fräst händisch und daher auch immer etwas anders. Der Mensch ist eben keine Maschine. Fachleute und interessierte Laien hatten beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, das Werkzeugbau-Institut Südwestfalen (wi-swf) am Freisenberg kennenzulernen.

Dabei lag ein Schwerpunkt auf der Vorstellung der neuesten Errungenschaft des Instituts, der „Lasertec 65 Shape“. Die geht vom Allgäu aus in bislang kleinster Auflage in die Welt; die Lüdenscheider konnten in ein Exemplar investieren – rund 800 000 Euro. Und damit können sie nun ihren Mitgliedern im regionalen Werkzeugbau die Vorteile dieser Art der Oberflächenbearbeitung zeigen, schwärmen von Umrüstzeiten von Fräs- auf Laserbetrieb in nur fünf Minuten und zeigen die Theorie am praktischen Beispiel. „Eigentlich geht es darum“, erläutert Wi-swf-Geschäftsführer Olaf Schmidt, „dass die Unternehmen erkennen, ob es sich lohnt, so eine Maschine anzuschaffen.“ Beispiele, was möglich ist, gingen gestern von Hand zu Hand: ein Football samt gelaserter Schnürung, eine Lenkradabdeckung, Beschriftungen, Muster von Riffel-, Waben- oder Lederstrukturen.

Das Institut unterstützt mit seinen Technologien und Forschungsergebnissen den regionalen Werkzeugbau. Es bietet Zugriff auf neueste Fertigungsmethoden, die sich kleine Mitgliedsbetriebe nicht leisten können, aber erproben möchten. Noch stehe man mit der Maschine und ihren Möglichkeiten am Anfang, so Schmidt: „Jetzt fangen die ersten realen Projekte an.“ Dazu gehört, die Wirtschaftlichkeit zu testen. Für Maschinenbautechnikerin Daniela Buschhaus ist die Lasertechnik ein spannendes Betätigungsfeld. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Fragen zum Neuerwerb.

Unter anderem informierten sich gestern Firmenmitarbeiter und Schüler des Berufskollegs Technik vor Ort über Zukunftstechnologien und die Angebote des Instituts, zu denen auch Anwendertage, Aus- und Weiterbildung gehören.

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