Werkzeugbau-Institut öffnet Türen: "Vieles anders"

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Tiefe Einblicke: Fachleute des Instituts erklärten den Gästen Funktionsweise und Nutzen der modernen Maschinen im Haus.

LÜDENSCHEID -  Es kommt wohl nicht allzu oft vor, dass es Jugendliche und Familien mit Kindern ins Werkzeugbau-Institut Südwestfalen (WI SWF) zieht. Zu weit entfernt von den Alltagsbedürfnissen scheint die dortige Welt der Technik und Innovationen zu sein. Und gerade in der Weihnachtszeit gibt es ganz andere Verlockungen als Fräsmaschinen und elektrochemische Metallbearbeitung.

Am Samstag war in der Einrichtung im Wiesental allerdings vieles anders. Da streiften neben Fachleuten mitunter auch Familien mit Kleinkindern und künftige Schulabgänger durch das Institut. Genauso hatten sich Betreiber und Träger des Hauses das gewünscht. Hintergrund des gemischten Besucherstroms war ein „Tag der offenen Tür“ bei den Werkzeugbauern.

Die Angebote waren vielfältig an diesem Tag, reichten von Fachvorträgen bis zur Kinderbetreuung. Dazu gab es mehrere Führungen durch das Institut und Erklärungen zu den einzelnen Technologien. Außerdem liefen zu Demonstrationszwecken die modernen und teuren Maschinen im WI. Was aber ist ein Werkzeugbau-Institut eigentlich? Dazu eine kurze Rückblende.

Nach längerer Vorbereitung und mit breiter Unterstützung aus Politik und Wirtschaft hat das WI Südwestfalen vor rund zwei Jahren seinen Betrieb aufgenommen. Es ist keine Produktionsstätte im eigentlichen Sinne, sondern versteht sich vielmehr als Kompetenzzentrum. Dabei geht es um Erhalt und Entwicklung modernster Technik in der Region, um die Förderung von technischer Forschung und um eine Unterstützung gerade von kleineren und mittleren Betrieben. Seminare zur Weiterbildung stehen ebenfalls auf der Agenda.

Passenderweise ist das WI daher auch der Fachhochschule Südwestfalen angegliedert. Eng kooperiert wird dazu mit dem Berufskolleg für Technik. Es geht also auch um die gezielte Förderung von technischer Ausbildung junger Leute.

Interessant dürften die WI-Angebote gerade für Firmen sein, die im eigenen Haus über begrenzte Möglichkeiten für Forschung und Investitionen verfügen. Diese Klientel kann sich an das WI wenden, um dort von Fachwissen und Maschinen zu profitieren. – Getragen wird das WI von vielen Schultern. So von der Stadt, vom Kreis und von Fachinstituten. Und besonders von der WI-Trägergesellschaft. Die wird aktuell von 58 Unternehmen aus der Region gebildet. Weitere Mitgliedsfirmen sind willkommen. - dt

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