Gründungsmitglieder ziehen sich zurück

Wenn Retter bepöbelt und geschlagen werden - greift die "Soko Respekt" ein

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Mit Plakaten wie diesen wirbt die Soko für Respekt. 

Lüdenscheid – Zwei Jahre gibt es die "Soko Respekt" und sie ist wichtig, wie am ersten Tag. Denn noch immer werden Rettungs- und Einsatzkräfte bepöbelt, geschlagen und beschimpft. 

Der Verein Soko Respekt ist zwei Jahre nach seiner Gründung aus den Kinderschuhen herausgewachsen – das ist die Botschaft der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Feuerwehrgerätehaus in Brügge. 

Deshalb sei die Zeit gekommen, die Vorstandsarbeit in andere Hände zu legen, sagte der Gründungsvorsitzende Gordan Dudas. Und auch der bisherige Kassierer Jens Holzrichter betonte, „die alten Haudegen“, die den Verein auf den Weg gebracht hätten, übergeben die Vorstandsposten „jetzt an die, die Arbeit machen“. 

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Beide bleiben dem Vorstand in beratender Funktion verbunden. Auch Dominik Petereit und Sebastian Wagemeyer standen nicht mehr zur Wahl für Beisitzerposten. 

Der Grund dafür, dass prominente Lüdenscheider sich in die Reihen der Mitglieder zurückziehen, ist die Erfolgsgeschichte, die der Verein seit seiner Gründung hingelegt hat: Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder auf 260 angewachsen, vor einem Jahr waren es noch 131. 

Der Vorstand des Vereins Soko Respekt hat sich bei der zweiten Jahreshauptversammlung neu formiert - Vorsitzender ist jetzt Jens Hoffmann (links), zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Mara Buhl gewählt (3. von rechts).

„Das hätte ich beim besten Willen nicht erwartet“, sagte Gordan Dudas. „Trotzdem wünsche ich mir, dass einmal der Tag kommt, dass dieser Verein nicht nötig ist.“ Aber so lange es Menschen gebe, die nicht begreifen, dass man Rettungskräfte nicht anpöbeln, schlagen und beschimpfen dürfe, müsse es die Soko Respekt geben. 

Deren Bekanntheitsgrad ist inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus gestiegen. Zwei der neuen Vorstandsmitglieder kommen aus Kierspe, Anfragen, den Verein und sein Anliegen vorzustellen, kommen aus dem ganzen Land und sogar schon aus dem Ausland, berichtete der neu gewählte Vorsitzende Jens Hoffmann. 

„Das können wir von Lüdenscheid aus gar nicht leisten“, sagte er, aber er würde sich freuen, wenn die Idee durch Mitglieder weitergetragen wird, auch über den Märkischen Kreis hinaus. 

Vorrangiges Ziel ist es weiterhin, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, darauf aufmerksam zu machen, welchen Anfeindungen Einsatz- und Rettungskräfte oft ausgesetzt sind und dass das nicht zu tolerieren ist. 

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