Wenn der Hunger kommt: So viele Imbisse gibt es in Lüdenscheid

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Kemal Er ist Inhaber des Schnellrestaurants Mevlana an der Knapperstraße. Er verkauft Pizza, Pide und Suppen.

Lüdenscheid - Currywurst mit Pommes, Döner oder doch eine Pizza? Wenn die Zeit zum Essen knapp ist oder man keine Lust hat, selbst zu kochen, greift der ein oder andere gerne mal auf die Imbissbude oder den Lieferservice zurück. In Lüdenscheid gibt es laut Gewerberegister 56 Imbissstuben.

Wo sind die meisten Imbisse? 

Die meisten befinden sich im Innenstadtbereich. Elf Schnellrestaurants sind zum Beispiel an der Knapper Straße angesiedelt, neun in der Fußgängerzone am Sternplatz, an der Wilhelmstraße und im Sterncenter, und weitere sechs an der Kluse. Vier Schnellrestaurants gibt es zudem in der Oberstadt.

Guiseppe Fiore ist Inhaber der Pizzeria Le Petit am kleinen Sternplatz.

„Vereinzelt sind auch Imbissstuben in Wohngebieten, an stark befahrenen Straßen und in Nahversorgungszentren oder Fachmärkten zu finden“, erklärt Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid. Die Ortsteile Bräucken mit vier und Brügge mit drei Imbissen sind außerhalb der Innenstadt am besten versorgt. Am Buckesfeld und an der Kalve gibt es jeweils zwei Imbisse und in den Wohngebieten Gevelndorf und Rathmecke jeweils einen.

Darüber hinaus sind an der Lennestraße zwei Schnellrestaurants zu finden, eines an der Brunscheider Straße sowie ein weiteres am Hülscheiderbaum. Mobile Imbisswagen sind in Lüdenscheid auch gemeldet, sieben an der Zahl, allerdings bieten diese ihre Speisen nicht zwingend in der Stadt an. „An manchen Stellen übernehmen auch Bäckereien- oder Metzgerbetriebe Imbissfunktionen“, ergänzt Marit Schulte.

Der Imbiss Hin & Weg an der Wilhelmstraße bietet Klassiker wie Currywurst mit Pommes an.

Allerdings seien nicht alle Betriebe, die Pommes oder ähnliche Imbiss-Gerichte mit einer kurzen Verweildauer anbieten, branchenmäßig Imbissstuben. „Die Übergänge zur Bewertung als Speisewirtschaft sind hier fließend“, erklärt Marit Schulte. Gewerberechtlich seien alle Betriebe als Gaststätten anzusehen und eine gewerberechtliche Unterscheidung in Stehimbisse oder Imbisse mit Sitzgelegenheiten gebe es nicht. Letztlich bestimme der Betreiber durch die Gewerbeanmeldung selbst, wie der Betrieb branchenmäßig eingestuft werde.

Was wird in den Imbissen angeboten?

„Erfahrungsgemäß gibt es in den meisten Betrieben kein einheitliches Angebot mehr“, sagt Marit Schulte. So stehe in einer Pizzeria mittlerweile auch Döner, Gyros oder Currywurst mit Pommes auf der Speisekarte oder Baguettes im Asia-Grill. Was die verschiedenen Nationalitäten der Betreiber betrifft, durch die im ein oder anderen Fall auch auf die angebotenen Gerichte geschlossen werden kann, stammen 21 der 56 Betreiber aus dem türkisch-arabischen Raum, 17 Besitzer sind Deutsche, fünf griechischer, vier italienischer, sechs asiatischer und drei polnischer Herkunft.

Unterschiede bei der Umsatzsteuer

David Wulfinghoff, Pressesprecher der Finanzverwaltung NRW, erklärt zur Umsatzsteuer im Imbiss und im Restaurant: Die Höhe des Umsatzsteuersatzes richtet sich grundsätzlich danach, ob es sich um eine reine Abgabe von Speisen handelt oder ob noch weitere Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Sofern die Speisen im Restaurant, Schnellrestaurant oder Imbiss zum Mitnehmen bestellt oder geliefert werden, beträgt der Umsatzsteuersatz in der Regel 7 Prozent. Werden hingegen die Speisen an Ort und Stelle in einem geeigneten Rahmen – wenn zum Beispiel Sitzmöglichkeiten vorhanden sind – verzehrt, stellt dies eine weitere Dienstleistung dar, sodass der gesamte Umsatz mit 19 Prozent Umsatzsteuer zu versteuern ist. Demnach können Gastronomiebetriebe sowohl Umsätze zu 7 Prozent als auch zu 19 Prozent Umsatzsteuer erzielen. Unabhängig von diesen Grundsätzen gibt es auch Lebensmittel, die immer mit einem Steuersatz von 19 Prozent zu versteuern sind. Dazu zählt zum Beispiel zubereiteter Kaffee.

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