Stadtfest: Weniger Vereine dabei

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Viele Vereinsvertreter waren am Dienstagabend ins Rathaus gekommen, um sich über die Planungen für das 41. Stadtfest zu informieren.

Lüdenscheid - Die demografische Entwicklung macht auch vor dem Lüdenscheider Stadtfest nicht Halt: Wenn in gut zwei Wochen die 41. Auflage über die Bühnen gehen wird, dann wird es weniger Stände geben als noch in den Vorjahren. Der Grund: Viele Vereine sind „überaltert“ und können die Arbeit nicht mehr stemmen.

Statt der bislang rund 90 Stände werden es in diesem Jahr „nur“ 75 sein. „Ich habe oftmals gehört, dass die Mitglieder es vor allem aus Altersgründen nicht mehr schaffen, ihren Stand für zwei Tage zu besetzen“, erläutert Stadtfest-Organisator Dierk Gelhausen und verweist unter anderem auf Traditionsvereine wie den Lüdenscheider Frauenchor oder die Landsmannschaft der Ostpreußen, auf die die Besucher verzichten müssen. 

Aber auch weitere Vereine hätten bereits angedeutet, im nächsten Jahr möglicherweise nicht mehr dabei zu sein. Denn ein zweiter Grund, den Gelhausen genannt bekommt, ist die Tatsache, dass immer weniger Mitglieder bereit sind, sich für den Verein zu engagieren und Schichten an den Ständen zu übernehmen.

„Oftmals bleibt es dann an jenen hängen, die sich auch fernab des Stadtfestes im Verein engagieren – und auch die geben irgendwann auf.“ Langfristig müsse möglicherweise eine neue Struktur für die Veranstaltung gefunden werden. „Wir müssen herausfinden, wie wir in Zukunft noch mehr helfen und unterstützen können, wie wir die Bedingungen verbessern können.“

Erfreulich sei, dass sich auch immer wieder neue Vereine und Institutionen am Stadtfest beteiligen, in diesem Jahr unter anderem das Lüdenscheider Hospiz. Und: „Ich bin ganz begeistert, wie viele Bürger sich nach dem Aufruf zum Helfen angeboten haben, ich bekomme fast täglich Anrufe“, freut sich Gelhausen, alle Aufgaben verteilt zu haben. „Das bekommen wir gut hin.“ 

Einen ersten Überblick, wie die 41. Auflage des Festes aussehen wird, bekamen die Vereinsvertreter am Dienstagabend im Rathausfoyer. Wo ist unser Stand? Stimmen die Maße? Oder: Wo gibt es Strom und Wasser? Viele Fragen konnten geklärt werden, damit am 9. und 10. September alles reibungslos über die Bühne gehen wird. 

Und auch alle Fragen zur Neuregelung des Bierverkaufs (wir berichteten) konnten mit den Verantwortlichen geklärt werden. „Wir haben uns bemüht, wieder eine ausgewogene Mischung aus Bierwagen und Essensständen zu ermöglichen.“ Ein besonderes Augenmerk wird natürlich auch auf dem Thema Sicherheit liegen. „Das Konzept steht, es wird in allen Bereichen daran gearbeitet. Wir wollen aufmerksam daran gehen, aber nicht ängstlich.“

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