Ermittler nach fast jeder zweiten Tat erfolgreich

Weniger Unfallfluchten, mehr Aufklärung

Lüdenscheid - Nach jedem fünften Verkehrsunfall im Kreisgebiet flieht ein Beteiligter von der Unfallstelle, ohne sich um die Regulierung des Schadens zu kümmern. In zahlreichen Zeitungsmeldungen bittet die Polizei um Zeugenhinweise. Nur selten haben die öffentlichen Aufrufe der Behörde den gewünschten Effekt.

Von Olaf Moos

Trotzdem: Bei fast jeder zweiten Unfallflucht sind die Ermittler erfolgreich. Die Aufklärungsquote in Lüdenscheid betrug im vergangenen Jahr immerhin 43,55 Prozent.

Im vergangenen Jahr wurden der Kreispolizeibehörde insgesamt 2861 Fälle von Unfallflucht angezeigt. Das war mit einem Anstieg von 1,24 Prozent nur geringfügig mehr als 2012. Auch in Lüdenscheid hat sich die Zahl der Fahrerfluchten verändert, aber zum Positiven. Hier entfernten sich im vergangenen Jahr 620 Autofahrer unerlaubt vom Unfallort, 41 Täter oder 6,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Polizei in Lüdenscheid hat ihre Aufklärungsquote im selben Zeitraum um drei Prozent erhöhen können.

Unachtsamkeit bleibt auch auf den Straßen der Kreisstadt die häufigste Unfallursache. Der mit Abstand meistgenannte Grund für eine Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmern oder Hindernissen liegt demnach in Fehlern beim Abbiegen und Wenden, gefolgt von der Missachtung der Vorfahrt anderer Fahrer. Zu schnelles Fahren wird in der Unfallstatistik der Polizeiwache an der Bahnhofstraße als dritthäufigste Unfallursache geführt.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist im zurückliegenden Jahr um 2,24 Prozent auf 3152 gestiegen. Jugendliche ab 15 und junge Erwachsene bis 24 Jahren verunglückten 2013 deutlich weniger oft. Senioren ab 65 Jahren wurden bei Verkehrsunfällen in Lüdenscheid häufiger verletzt als im Vorjahr. Ihre Zahl stieg von 22 auf 26 – ein Plus von 18,18 Prozent.

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