Weniger Personal in der Stadtbücherei

LÜDENSCHEID ▪ Als einen „sehr vernünftigen Beschlussvorschlag“ hat SPD-Mitglied Ulrich Noetzlin im Rahmen des Kulturausschusses die Verwaltungsvorschläge bezüglich der Stadtbücherei bezeichnet. Ähnlich sahen es gestern auch die Kommunalpolitiker von CDU, FDP, Grünen und der Lüdenscheider Liste: Fast einstimmig wurden die Vorschläge angenommen, die im „Organisationsbericht zur Stadtbücherei Lüdenscheid“ (wir berichteten) dargestellt werden.

Kulturdezernent Wolff-Dieter Theissen beschrieb kurz noch einmal die wichtigsten Punkte. Demnach soll es künftig nur noch eine zentrale Informationsstelle in der Bücherei geben. Geplant ist, die Verbuchungsstelle nur noch mit zwei Mitarbeitern zu besetzen und die Planstellen von 22,5 auf 19 zu reduzieren. Im Gegenzug soll der Medienetat aufgestockt und die Einrichtung samstags länger geöffnet werden.

Während Noetzlin betonte, dass die Maßnahmen keinen Qualitätsverlust bedeuten müssten, lehnte Theo Klein von den Linken die Sparmaßnahmen strikt ab, stimmte allerdings der Aufstockung des Medienetats zu. Ein weiterer Stellenabbau würde die Stadtbücherei in ihrer Substanz erheblich gefährden, erklärte Klein.

Gerhard Ameln (FDP) stimmte dem Beschlussvorschlag zwar zu, stellte aber zahlreiche Fragen, die die Verwaltung schriftlich beantworten will. Unter anderem wollte er wissen, ob die Bücherei künftig am besucherschwachen Donnerstag komplett geschlossen bleiben kann.

Wolf Gunter Zapf (Lüdenscheider Liste), schlug vor, die Zahl der Büchereimitarbeiter künftig auf 18 festzuschreiben. Das lehnten die Mitglieder aller anderen Parteien allerdings ab, da dies bedeutet hätte, dass die Auszubildende nicht übernommen werden könnte. - cwi

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