Wenige Mitstreiter in den Ferien, aber zuversichtlich

LÜDENSCHEID – Das Treffen des Aktionsbündnisses für den Mehrgenerationenplatz im Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt – „das passt“, sagte der Sprecher des Bündnisses, Uwe Hindrichs, gestern zur Begrüßung. Nur der Termin passte offenbar überhaupt nicht. Wohl wegen der Osterferien blieb rund die Hälfte derjenigen, die zur ersten Versammlung gekommen waren, weg. Gerade 18 Mitstreiter verloren sich im größten Raum, den die Awo am Duisbergweg zu bieten hat, darunter vorwiegend Vertreter der „Ampel“ im Rat.

Trotzdem bildeten sich, wie geplant, drei Arbeitsgruppen, die die Aktionen der nächsten Wochen – unter anderem ein Familienfest auf dem Jahnplatz – planen wollen. Uwe Hindrichs, als Vorsitzender des Kinderschutzbundes an zähes Ringen gewöhnt, bemühte sich, eine optimistische Stimmung zu verbreiten. „Ich habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt und glaube, eine Menge Leute steht dem Projekt positiv gegenüber“, sagte er seinen Mitstreitern. Und fügte hinzu: „Es gibt eine Mehrheit dafür.“

Viele Bürger seien von Anfang an durch falsche Argumente beeinflusst worden, sagte Hindrichs auch in einem Gespräch mit den LN am Rande des gestrigen Treffens. Man müsse der Öffentlichkeit erklären, dass es sich bei den 870 000 Euro um zusätzliches Geld für die Stadt handele, mit dem keine bereits geplanten Projekte finanziert und mit dem auch keine „Löcher gestopft werden dürfen“, wie Hindrichs sagte. „Auf der Gegenseite wird mit vielen falschen Argumenten gearbeitet.“

Die Hoffnung der Bewürworter des Mehrgenerationenspielplatzes richtet sich nun auf eine breite Beteiligung an den Landtagswahlen – und damit auch an dem Bürgerentscheid, in dem die Wähler sich für oder gegen das Projekt aussprechen können. Für Hindrichs „eine große Chance, in Lüdenscheid einen Glanzpunkt für Familienfreundlichkeit zu setzen.“

Olaf Moos

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