Standort Lüdenscheid

Weltkonzern schließt Werk im MK: Es wird Kündigungen geben

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Auf dem Industriegelände an der Wiesenstraße könnte ein Wohngebiet entstehen.

Lüdenscheid - Die Vorbereitungen für die Schließung des Novelis-Standortes an der Wiesenstraße sind angelaufen.

Die vielfach kritisierte Schließung des Novelis-Standortes an der Wiesenstraße mit 200 Arbeitsplätzen ist für den kommenden Sommer geplant. 

Hinter den Kulissen bereiten die Verantwortlichen inzwischen das Ende der traditionsreichen Lüdenscheider Fabrik – früher Hueck & Bühren, später Alcan – vor. Der logistische Aufwand, die Aluminiumfolien-Produktion stillzulegen, Maschinen abzubauen und wegzuschaffen sowie einen Teil des Betriebes ins Novelis-Werk nach Plettenberg-Ohle zu verlegen, das ist die eine Seite. 

Andererseits laufen mittlerweile Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat, um den Arbeitsplatzabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten. Wie zu erfahren war, ist die Informationsphase, in der die Verhandlungsparteien ihre Positionen miteinander ausgetauscht haben, seit dem Jahreswechsel beendet. 

Nun stehen Gespräche über einen Interessensausgleich und den Sozialplan bevor. Nach aktuellen Informationen wird auch der Gesamtbetriebsrat des weltweit operierenden Konzerns an den Verhandlungen teilnehmen. 

Die IG Metall sitzt nicht mit am Verhandlungstisch. Das ist, wie es heißt, generell nicht ungewöhnlich. Im aktuellen Fall liegt das jedoch unter anderem daran, dass nur sehr wenige der Lüdenscheider Novelis-Beschäftigten überhaupt in der Gewerkschaft organisiert sind. 

Nach Angaben aus der Geschäftsstelle der IG Metall würden die Interessen der Mitglieder gewerkschaftlich jeweils individuell vertreten. 

Anfang Dezember wurde bekannt, dass sich die Stadt das Vorkaufsrecht für das Gelände entlang der Wiesenstraße gesichert hat, um zunächst private Investoren auszubremsen und eine „geordnete städtebauliche Entwicklung“ zu gewährleisten.

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