Thema Missbrauch in Lüdenscheid besonders präsent

Weltkindertag: Lüdenscheider setzen Zeichen gegen Missbrauch

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Die Lüdenscheiderin Manuela Mayer (links) möchte ein Zeichen gegen Kindesmissbrauch setzen und hat dazu Sebastian Wagemeyer, Dieter Löbel, die ChrisDana Twins und Ansgar Röhrbein (von links) ins Boot geholt.

Lüdenscheid - Nach den Vorwürfen um den CVJM Lüdenscheid-West und die Kirchengemeinde Lösenbach ist das Thema Kindesmissbrauch in Lüdenscheid aktuell wie nie. Am Weltkindertag wird zu dem Thema eine Gedenkveranstaltung stattfinden.

Kinderschutz und Kindesmissbrauch stehen im Mittelpunkt einer Gedenkveranstaltung, die die Lüdenscheiderin Manuela Mayer organisiert hat. Sie wird am Weltkindertag am Sonntag von 12 bis 13 Uhr auf dem Rathausplatz stattfinden. Die Idee dazu hatte sie bereits Anfang des Jahres – angeregt durch die Aufsehen erregenden Missbrauchsfälle in Lügde und Bergisch-Gladbach. 

„Welche Aktualität das Thema für Lüdenscheid bekommen würde, konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht ahnen“, sagt sie mit Blick auf die inzwischen öffentlich gewordenen Missbrauchsfälle rund um den CVJM Lüdenscheid-West und die Kirchengemeinde Lösenbach. „Das Thema ist nun auch mitten in Lüdenscheid angekommen“, sagt Dieter Löbel, Mitarbeiter der Psychologischen Beratungsstelle Lessingstraße, der einer der Redner bei der Veranstaltung sein wird. 

Manuela Mayer, die selbst beruflich immer wieder mit dem Thema zu tun hatte, wollte dazu nicht länger schweigen. Sie hat viele Jahre als Familienhelferin gearbeitet und steht in engem Kontakt sowohl mit der psychologischen Beratungsstelle an der Lessingstraße als auch mit dem Märkischen Kinderschutzzentrum. „Ich möchte ein Zeichen gegen Missbrauch und für den Kinderschutz setzen“, sagt sie. Zunächst habe sie an eine Mahnwache gedacht. Als allerdings wegen der Corona-Pandemie die traditionelle große Veranstaltung zum Weltkindertag abgesagt wurde, wuchs die Idee, stattdessen an diesem Tag eine Gedenkstunde zum Kinderschutz zu organisieren. 

Den Auftakt wird Manuela Mayer selbst machen – mit einer kurzen Begrüßung. Ansgar Röhrbein, Leiter des Märkischen Kinderschutzzentrums, wird dann unter anderem über Fallzahlen und Hilfsangebote berichten. Sebastian Wagemeyer als Schulleiter des Zeppelin-Gymnasiums wird einen Einblick bieten, wie Schulen mit dem Thema umgehen können. Ein Thema von Dieter Löbel wird schließlich die Prävention und das frühzeitige Erkennen von Missbrauch sein. Zwischendurch wird es Musik von den ChrisDana Twins geben. 

Alle Genehmigungen liegen für die Gedenkstunde vor – unter den geltenden Infektionsschutzbestimmungen ist die Veranstaltung zugelassen für 500 Personen, auf entsprechende Abstände ist zu achten.

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