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Welt-Konzern schließt Standort im MK - "Verlust aller Arbeitsplätze"

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Von: Jan Schmitz

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Der Novelis-Standort in Lüdenscheid. © Cedric Nougrigat

Lüdenscheid – Der Weltkonzern Novelis gibt einen seiner zwei Standorte im Märkischen Kreis auf. Am Montag wurden die Mitarbeiter in Betriebsversammlungen informiert. Mehr als 200 Beschäftigte sind von der Schließung betroffen.

Geschlossen wird der Standort Wiesenstraße in Lüdenscheid - und zwar im kommenden Jahr. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Schließung des Werks hat nach Unternehmensangaben den Verlust aller Arbeitsplätze in Lüdenscheid zur Folge.

Zwei Produktionslinien werden am Standort Lüdenscheid betrieben: Aluminiumfolienprodukte und den Produktbereich „extrudiertes Kabel- und Rohrband“, in dem unter anderem Vormaterial von Kabelprodukten für die Telekommunikation hergestellt wird. Die Produktion von Kabel- und Rohrband wird den Plänen zufolge an den Novelis-Standort in Plettenberg-Ohle verlegt. Den Bereich Aluminiumfolien gibt das Unternehmen komplett auf. 

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Der Novelis-Standort in Plettenberg-Ohle. © Georg Dickopf

„Novelis beliefert seit Jahren den hart umkämpften Markt für Aluminiumfolienprodukte. Durch Überkapazitäten im Markt und die Importe aus Asien hat sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft: sinkende Erlöse bei steigender Kostenstruktur – vor allem bei Personal, Energie und Vormaterial – zwingen uns, aus dem Geschäft für Aluminiumfolienprodukte auszusteigen. Aufgrund der negativen Wirtschaftlichkeitsprognose soll die Produktion am Standort Lüdenscheid im Sommer 2020 dauerhaft stillgelegt werden“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Konzern-Mitteilung. 

Reaktionen auf die Werksschließung

Dieser Schritt sei notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Novelis Deutschland GmbH nachhaltig sicherzustellen. Novelis betreibt noch 25 Standorte weltweit. Fünf davon befinden sich in Deutschland – neben Lüdenscheid und Plettenberg auch in Nachtestedt, Göttingen und Neuss. Weitere Schließungen seien nicht geplant. 

Aufsichtsrat, Wirtschaftsausschuss und Betriebsrat wurden am Montag von den Plänen informiert.  Das Unternehmen legt Wert auf die Feststellung, dass die Zustimmung des Aufsichtsrats noch ausstehe und Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen werden. 

Teil der Planung ist die Verlagerung des Produktbereichs „extrudiertes Kabel- und Rohrband“ nach Plettenberg. In Ohle sollen dafür circa 40 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. 

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