Fast eine Million Euro Kosten - bisher

Wellen im neuen Asphalt: Zum weißen Pferd wird wieder Baustelle

Zum Weißen Pferd Asphalt Baustelle
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Weil die Deckschicht wellig ist, muss das Bauunternehmen nachbessern. Dafür wird die Straße wieder aufgerissen. .jpg

Die Straße Zum Weißen Pferd bietet weiterhin großen Diskussionsstoff. Schon wieder ist etwas schief gelaufen.

Lüdenscheid – Mehr als 900 000 Euro kostete die Sanierung der Straße Zum Weißen Pferd – mindestens. Die Schlussrechnung steht noch aus. Einen Gutteil der Kosten – nämlich 660 000 Euro – mussten die Anlieger über Beiträge zur Ersterschließung tragen . Bauherr der Maßnahme ist der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL).

Nach Abschluss der Bauarbeiten stellten Verkehrsteilnehmer und Anlieger in der Straße Zum Weißen Pferd allerdings Wellen in der Asphaltdecke fest. Autofahrer werden beim Befahren seitdem sanft durchgeschüttelt. Auf Anfrage hatte die Stadt Lüdenscheid vor Wochenfrist die Mängel bestätigt. Sie hatte bereits einen Gutachter beauftragt, der zu dem Schluss kam, dass die Baumaßnahme in diesem Zustand von der Stadt nicht abgenommen werden könne. Das Bauunternehmen sollte dazu Stellung beziehen.

Mängel sollen bis Ende Juli behoben sein

Das ist inzwischen geschehen, wie Stadtsprecherin Marit Schulte mitteilte. „Es hat nun ein Gespräch zwischen dem STL und der ausführenden Baufirma stattgefunden. Das Unternehmen, mit dem die Stadt Lüdenscheid in der Vergangenheit schon oft erfolgreich zusammengearbeitet hat, hat zugesichert, den Mangel zu beheben“, erklärte die Stadtsprecherin. Daher wird die gerade erst fertiggestellte Straße in den kommenden Monaten erneut zur Baustelle. „Die Deckschicht der Straße muss abgefräst und erneuert werden. Für die Arbeiten, die im Rahmen der Gewährleistung durchgeführt werden, hat das Unternehmen bis zum 31. Juli 2021 Zeit, heißt es von Seiten der Stadt. Der Stadt und damit auch den Anliegern entstehen laut Schulte dadurch keine weitere Kosten. Wie genau die Wellen in der Deckschicht entstanden sind, konnte nicht abschließend geklärt werden. Bereits beim Bau der Straße waren die Kosten in die Höhe geschnellt, nachdem unterhalb der alten Deckschicht giftige Teerrückstände entdeckt worden waren, die aufwendig entsorgt werden mussten.

Auch bei der Sanierung des Brückenbauwerks in der Straße Zum Weißen Pferd hatte die Stadt Lüdenscheid beziehungsweise der Bauherr STL kein Glück. Das ausführende Unternehmen meldete 2019 einen Asbestverdacht an der Brücke und stellte die Arbeiten ein. Der Verdacht bestätigte sich nach drei Probenentnahmen nicht. Allerdings wurde dabei eine bleihaltige Schutzschicht entdeckt. Für die folgende Schadstoffsanierung setzte die Stadt Mehrkosten von 330 000 Euro an. Immerhin: Anders als bei den Erschließungskosten können die Anwohner an den Kosten für die Brückensanierung nicht beteiligt werden.

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