Diskussion ums Kulturhaus

CDU steigt vorerst aus Begleitgremium zum Kulturhaus aus

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Die Leitungsstelle für das Kulturhaus wird neu ausgeschrieben.

Lüdenscheid - Auch nach der Ratssitzung am Montag ist keine Lösung für die künftige Aufstellung des Kulturhauses in Sicht. Die Ratsparteien können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen. Die CDU kündigte in der nicht öffentlichen Sitzung an, bis auf Weiteres aus dem Kulturhaus-Begleitgremium auszusteigen.

Die Begründung lieferte Fraktionschef Oliver Fröhling in einer Stellungnahme am Dienstag öffentlich. Mit der Veröffentlichung einer Schlussbemerkung aus dem Verwaltungsbericht zum Kulturhaus (wir berichteten), der im nicht öffentlichen Teil des Kulturausschusses am Donnerstag vergangener Woche vorgestellt worden war, sei die CDU nicht einverstanden gewesen.

Nach ihrer Überzeugung könne ein einziger Abschnitt den Inhalt eines mehr als 20seitigen Berichtes plus umfangreicher Anlagen nur unzulänglich wiedergeben. 

„Hierüber wurde abgestimmt und die Mehrheit des Begleitgremiums sprach sich für die Veröffentlichung einer kurzen Zusammenfassung aus. Am Tag darauf wurde der Kulturausschussvorsitzende seitens der Verwaltung mit einem Textvorschlag kontaktiert, dem er jedoch nicht in Gänze zustimmen konnte.“

CDU-Ratsherr Norbert Adam habe daraufhin einen Vorschlag zur Ergänzung dieses zu veröffentlichenden Absatzes gemacht. „Damit war offenbar die SPD-Fraktion beziehungsweise der Vorsitzende des Begleitgremiums nicht einverstanden, und die Veröffentlichung erfolgte schließlich ohne Zustimmung der CDU-Fraktion. Der Inhalt des Verwaltungsberichtes und der Beratungen wurde nicht korrekt wiedergegeben und es ist ein verzerrter Eindruck entstanden, der einer Interpretation und Erläuterung bedurft hätte. 

Diese Art der Zusammenarbeit können und wollen wir nicht akzeptieren. Daher wird die CDU ab sofort und bis auf Weiteres den Sitzungen des Kulturhaus-Begleitgremiums fernbleiben“, erklärte Fröhling. Damit ist das Begleitgremium vorerst politisch lahmgelegt.

Eine Einigung über die weitere Beschäftigung von Leiterin Rebecca Egeling ist ebenfalls nicht in Sicht. Nach LN-Informationen scheiterte ein Antrag der CDU auf Auflösung ihres Vertrages und der Zahlung einer Abfindung.

Ein Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Stelle einer Produktionsassistentin für das Kulturhaus auf eine halbe Stelle zu reduzieren und sie mit Rebecca Egeling zu besetzen, fand zwar eine Mehrheit.

Doch eine Stellungnahme Egelings sorgte für neue Irritation. Sie könne die Stelle aus gesundheitlichen Gründen nur 15 Stunden in der Woche ausfüllen. Klar ist momentan damit nur, dass die Stelle für die Leitung des Kulturhauses neu ausgeschrieben wird. 

Eine politische Entscheidung, wie es darüber hinaus weitergeht, ist nicht in Sicht. Eine erneute Anpassung der Produktionsassistenten-Stelle müsste im Begleitgremium behandelt werden. Das aber ist durch den vorläufigen Austritt der CDU blockiert. Der Kulturausschuss müsste tagen – trotz der politischen Sommerpause.

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