Hotel Sportpark Kalve: Bis auf Weiteres geschlossen

+
Das Hotel Sportpark Kalve ist laut Aushang „bis auf Weiteres geschlossen“. Ralf Seidler ist nicht mehr Pächter und konzentriert sich inzwischen ganz auf das Wirtshaus „Zum Schwejk“.

LÜDENSCHEID - Die wechselvolle Geschichte des Hotels Sportpark Kalve geht mit einem neuen Kapitel weiter. Laut Aushang ist der Komplex „bis auf Weiteres geschlossen“. Nach Angaben des ehemaligen Pächters Ralf Seidler sind in den nächsten Monaten umfangreiche Renovierungen geplant.

„Aber mein Pachtvertrag mit dem Eigentümer ist beendet. Ich konzentriere mich ganz auf den Schwejk", so Seidler.

Vor drei Jahren hatte das Ehepaar Sylvia und Ralf Seidler das Wirtshaus „Zum Schwejk“ in der Altstadt übernommen.

Eigentümer der Immobilie auf der Kalve ist die Schweizer Firma Kovit Invest GmbH, die am Dienstag nicht zu erreichen war. Ralf Seidler sagte, seines Wissens nach sollten das Hotel und die Küche, aber auch die Sportanlagen renoviert werden. Zu den Sportanlagen gehört auch die Kletterwand rechts vom Eingangsbereich, die vom Deutschen Alpenverein, Sektion Lüdenscheid, fürs Training genutzt wurde. Der Leiter der Sportkletter-Gruppe, Ulrich Steinecke, bedauert die Schließung, kennt die Situation aber schon: „Das hatten wir schon einmal. Jetzt müssen wir außerhalb nach Möglichkeiten suchen, was natürlich aufwendig und mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.“ Von jetzt auf gleich sei die mündlich vereinbarte Nutzung der Kletteranlage aufgehoben worden.

Das ehrgeizige Sporthotel-Projekt stand von Beginn an nicht unter einem besonders guten Stern: Der Architekt Horst Gelhausen hatte es in den 90er Jahren ins Leben gerufen, doch Mitte 2001 kam das damalige „Bergstadt-Hotel“ unter den Hammer. Gut zweieinhalb Jahre später war dann endgültig Schluss. Tennis- und Badmintonspieler, und Kletterer verloren ihr Trainingsdomizil. Im Februar 2005 übernahmen die Seidlers die Gastronomie, eröffneten statt Tennis- zwei neue Hallenfußballplätze, übernahmen die Gastronomie und boten auch wieder Badminton, Klettern und Kegeln an, aber zunächst keinen Hotelbetrieb. In den nächsten Jahren folgten mehrere Zwangsversteigerungstermnine. Investitionen in die Auffrischung des Hotels wurden in der Folge mehrfach angekündigt – jetzt erneut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare