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Weitere Verzögerung: Rathaustunnel wohl erst 2024 fertig

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Von: Jan Schmitz

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Schritt für Schritt zur fertigen Tunnelröhre: Bauarbeiter der Firma HABA Brücken- und Bauwerksabdichtung GmbH aus Meißner arbeiten mit Brenner am Untergrund für die neuen Notgehwege im Rathaustunnel.
Schritt für Schritt zur fertigen Tunnelröhre: Bauarbeiter der Firma HABA Brücken- und Bauwerksabdichtung GmbH aus Meißner arbeiten mit Brenner am Untergrund für die neuen Notgehwege im Rathaustunnel. © Cedric Nougrigat

Die unendliche Geschichte des Rathaustunnels ist um ein Kapitel reicher. Eigentlich sollte die erste Röhre schon freigegeben sein. Daraus wird nichts.

Lüdenscheid – Die angekündigten Baumaßnahmen nach dem Bauabschnittswechsel im Rathaustunnel laufen. Derzeit werden Vorbereitungen für die neuen Notgehwege in der südlichen Röhre getroffen. Die Kanäle für die Entwässerung sind bereits gezogen. In den nächsten Wochen sollen hier Schlitzrinnen und Drainagen gelegt werden, die am Tunnelausgang zur Altenaer Straße bereitliegen. Zuerst müssen die Untergründe aber dicht sein, damit das Entwässerungssystem korrekt funktioniert.

Peter Wittig von der Firma Hörnig Bauwerksanierung aus Aschaffenburg fängt trotzdem schon einmal mit dem Messen an. Sobald die Dichtung fertig ist, wird er mit seinen Kollegen mit der Betonierung für die Notgehwege anfangen. „Not, weil man natürlich auch in Zukunft nicht durch den Tunnel gehen darf“, betont er. Die seien nur dafür da, wenn im Tunnel ein Unfall passiere. Bis ungefähr Mitte September wird er mit dem Gehweg im Rathaustunnel beschäftigt sein. Danach kämen die Firmen, die den Fahrbahnbelag machen, die Farbe und Markierungen anbringen und erst dann komme der „Ausrüster“.

Peter Wittig und sein Mitarbeiter Mike Brauer bereiten die nächsten Baumaßnahmen vor und messen dafür die Abstände in der Tunnelröhre.
Peter Wittig und sein Mitarbeiter Mike Brauer bereiten die nächsten Baumaßnahmen vor und messen dafür die Abstände in der Tunnelröhre. © Cedric Nougrigat

Gemeint sind die Elektriker, die die gesamte Elektrik im Tunnel installieren. Dazu gehören Leuchten, Notausgangsschilder, Notrufsäulen, Datenpunkte mit GPS für die Feuerwehr und Polizei und Ventilatoren. Außerdem muss die Elektronik an das Stromnetz in der Umgebung angeschlossen werden. „Das dauert dann bestimmt noch einmal ein Dreivierteljahr“, schätzt Peter Wittig. Also noch in ferner Zukunft.

Ursprünglich war die Freigabe der ersten Röhre für Frühjahr 2022 geplant. Im Frühjahr hatte Straßen.NRW kommuniziert, dass im Sommer 2022 die erste Röhre fertig ist und bis Ende des Jahres die Asbestsanierung der zweiten Röhre abgeschlossen ist. Die endgültige Fertigstellung und komplette Freigabe war demnach für Mitte 2023 geplant. Bei einer Verzögerung von weiteren neun Monaten wird es nun aller Voraussicht aber erst 2024 so weit sein.

Von Henrike Utsch.

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