Weiterbildung teils privat, teils offiziell

Klaus-Martin Pandikow

Lüdenscheid - Er ist einer der eifrigsten, was Fortbildung angeht. Aber längst nicht jede wird finanziert, manche bezahlt er selbst.

Deshalb legt der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Klaus-Martin Pandikow Wert darauf, dass die aufwendige Weiterbildung zum Sachverständigen für Barrierefreiheit in Gebäuden und im Außenraum nicht aus Mitteln der Interessenvertretung bezahlt worden ist, sondern aus eigener Tasche. Das habe sich auf ein paar tausend Euro summiert, rechnet er vor, zumal Schulungsort Berlin sei und Übernachtungs- und Fahrtkosten dazu kämen. „In NRW wird das nicht angeboten.“ Berlin habe aber auch Vorteile: „Da kriegt man dann gleich Leute aus den Bundesministerien zu fassen.“ Als nächstes Ziel strebt er jetzt die öffentliche Bestellung als Sachverständiger an – eine Qualifikation, die ihm auch im Ruhestand noch eine selbstständige Tätigkeit möglich machen soll.

Gleichwohl ist der 1000-Euro-Etat der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung für dieses Jahr ebenfalls fast komplett in die Weiterbildung des Vorsitzenden geflossen (wir berichteten) – zum Thema Rollstuhlsicherheit und Barrierefreiheit in öffentlichen Stellen wie beispielsweise bei der Bahn. Das hatte die zweite Vorsitzende Monika Schwanz überrascht – was wiederum Klaus-Martin Pandikow nicht nachvollziehen kann: „Da hat man einfach dem Pandikow nicht zugehört“, sagt er. Das Budget sei bestimmungsgemäß verwendet worden: „Diese 1000 Euro sind für Dinge, die der Behindertenbeauftragte für sich als notwendig erachtet, um weiterzukommen.“ Zudem werde in der Verwaltung zwischen Weiterbildungs- und Sachkosten getrennt. Briefe, wie jenen im Entwurf vorliegenden zum Thema „Barrierefreie VHS“ an die Ratsvertreter könne man natürlich noch verschicken. -  sum

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