Weiße Ostern? STL in Bereitschaft

In den ersten drei Monaten des Jahres hat der STL bereits mehr Volleinsätze gefahren als im ganzen Jahr 2012. - Archivfoto: cede

Lüdenscheid - Weiße Ostern statt weiße Weihnacht – das könnte den Lüdenscheidern laut Wetterprognose durchaus drohen. Der STL-Winterdienst bleibt jedenfalls in Bereitschaft.

Angesichts der andauernden nächtlichen Minusgrade heißt es zumindest für einen der Einsatzleiter auch in den Osternächten: Kontrollfahrten, um bei Bedarf rechtzeitig die Räumflotte zu mobilisieren, erklärte Frank Wiemer, Bereichsleiter Winterdienst beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL). Auch wenn die Bergstadt im Gegensatz zu vielen Gebieten Deutschlands von großen Schneemengen weitgehend verschont geblieben sei, schlage sich der lange und sehr kalte Winter im Streusalzverbrauch und den Winterdiensteinsätzen nieder. In den ersten drei Monaten des Jahres hätten die STL-Kräfte und beauftragte Unternehmen bereits 36 Volleinsätze mit rund 100 Mann auf mehr als 50 Treckern, Lastwagen und Kleinfahrzeugen fahren müssen – fünf mehr als im ganzen Jahr 2012. Allerdings sei der Winter 2011/2012 auch ein vergleichsweise sehr milder gewesen. Nur rund 2000 Tonnen Streusalz habe der STL aufbringen müssen – deutlich weniger als der Winterdurchschnitt von 3500 Tonnen. Im aktuellen Winter 2012/13 seien es bereits fast 3800 Tonnen – und angesichts der Wetterprognosen könnten es durchaus noch mehr als 4000 Tonnen werden, sagte Wiemer.

Dies sei allerdings kein Vergleich zum Ausnahme-Winterjahr 2010. Da seien im ersten und vierten Quartal 7600 Tonnen Salz auf Straßen und Gehwege gestreut worden – und es wäre noch wesentlich mehr geworden, wenn es nicht einen bundesweiten absoluten Salz-Lieferengpass gegeben hätte. „Das war der härteste Winter, den ich hier in 25 Jahren beim STL erlebt habe“, erklärte Wiemer.

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