Lüdenscheid nimmt Abschied

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Volker Kirstein (rechts) und Felix Tütemann bauen derzeit "Weimar in Lüdenscheid" ab.

Lüdenscheid – „Das war auch für uns spannend. Wir haben zwar die Geschichte nicht neu erfunden, aber neu aufgearbeitet.“ Ulrike Tütemann, Mitarbeiterin der Museen der Stadt, zieht eine positive Bilanz. Die Ausstellung „Weimar“ in all ihren Facetten ist Geschichte.

In diesen Tagen rumort es überall in den Museen. Museumstechniker Volker Kirstein und sein Ferienhelfer Felix bauen ab, sortieren, bringen die ausgeliehen Exponate zurück zu den privaten Leihgebern. In der vergangenen Woche wurden bereits die von der Burg Altena entliehen Werke wieder ins Tal gebracht. Am Freitag sollte einer der Oldtimer im Foyer zurück nach Hameln transportiert werden. Am Vorabend dann die Nachricht: Der Anhänger ist defekt, der Rücktransport verschiebt sich in die nächste Woche – Alltag in den Museen.

Insgesamt 2200 Besucher wurden gezählt, seit der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am 17. Februar (bis 31. März) die Ausstellung „Weimar im Westen“ zeigte und nach einer kurzen Verschnaufpause am 14. April „Weimar in Lüdenscheid“ aufgebaut wurde. „Das sind 25 Besucher pro Tag, das ist für eine solche Ausstellung absolut in Ordnung“, freute sich Ulrike Tütemann darüber, dass viele Schulklasse der weiterführenden Schulen Lüdenscheids, aber auch vier Klassen aus Hagen durch die Ausstellung bummelten.

Für die Jugendlichen sei es spannend gewesen, die regionalen Exponate zu sehen. Zumal „Weimar“ gerade in diesem Halbjahr auch unterrichtsrelevanter Stoff war. Abtransportiert wurde auch bereits die Telefonzelle aus dem Baberg-Bestand. Man habe Finkbeiner wieder neu entdeckt und auch Kurt Weill, resümiert die wissenschaftliche Mitarbeiterin in ihrer Bilanz. Besonders schön war der Abend der Kurt-Weill-Soirée.

Mitglieder des ehemaligen Ensembles K. unter der Leitung von Rudolf Sparing richteten ihn aus – „eine logistische Meisterleistung, weil wir zwei Vorstellungen hintereinander hatten. Da mussten die einen Besucher 'raus und die anderen derweil hinein. Ein ganz großes Lob geht dabei an die Schauspieler von ,bretterhaus'. Was die abgeliefert haben, war eindrucksvoll“, so Tütemann.

Viele Monate Vorlauf finden nächste Woche ihr endgültiges Ende. „Man meint ja immer, die haben da 'was hingestellt in den Museen“, sagt Tütemann mit Blick auf das Konzept, die Ideen, die monatelange Suche nach den Exponaten, die das Team sogar bis New York führte. Schwierig sei gewesen, Fotografien aufzutreiben, weil die Alltagsfotografie in der Weimarer Zeit noch nicht an der Tagesordnung war.

In den Museen schaut man jetzt quasi in den Mond: Am 1. September wird dort die Ausstellung „Westfalen im Mondfieber“ eröffnet.

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