Weihnachtsmarkt: Zufriedenheit überwiegt

LÜDENSCHEID ▪ Heute bauen die Händler ihre Weihnachtsmarkt-Buden auf dem Sternplatz ab. Für die meisten von ihnen waren es durchaus erfolgreiche Wochen mit zufriedenstellenden Umsätzen, wie eine LN-Umfrage ergab. Einbußen erklären die Händler in erster Linie mit der Wetterlage.

Jörg Neumann aus der Fischbude hat nach eigenen Worten schlechter als 2009 abgeschnitten. „Die Kauflaune der Leute war nicht so gut.“ Trotzdem will der Plettenberger im nächsten Jahr wieder dabei sein. Zwei schlechte Tage hat auch Peter Hohmann erlebt, der vor der Rathaustreppe thüringische Wurstspezialitäten anbietet – und seit 13 Jahren auf dem Lüdenscheider Weihnachtsmarkt präsent ist. „Aber ich bin insgesamt zufrieden.“ Zuletzt habe er etwas zu viel Ware nachgeordert, sagte Hohmann. Doch Metzger Rudi Niedergesäß in der Nachbarschaft habe ihm zum Glück überzählige Ware abgekauft.

Das Fazit des tschechischen Schmiedes Jirka Nemecek dagegen fällt ernüchternd aus. „Keiner kauft irgendwas, und es ist immer nur kalt.“ Auf die Frage, ob er wiederkommen werde, fällt seine Antwort knapp aus. „Nein!“

Ebenso gab es für Maronen und Quarkbällchen in diesem Jahr nur sehr wenige Abnehmer. Das Quarkbällchenangebot in der Stadt sei dafür auch zu groß, hieß es. Doch der Familienbetrieb, in dem Carolin Feldmann arbeitet, hat noch ein Ass im Ärmel: „Man muss von einem Strohalm zum nächsten greifen.“ Und das setzt sie ab Sonntag in die Tat um, denn der Quarkbällchenwagen wird umgebaut und dann gibt es Backfisch und Räucherforellen zu kaufen.

In Langhoffs Süsse-Spezialitäten-Wagen lief das Geschäft offenbar eher durchschnittlich. Auch hier wird das auf die nicht so glücklichen Wetterverhältnisse zurückgeführt. Auf die Frage, was in diesem Jahr besonders gut über die Theke ging, antwortete Angelika Feld: „Unsere gebrannten Mandeln. Wie in jedem Jahr.“

Für Weihnachtsmarkt-Organisator Hartmut Langhoff fällt das Urteil insgesamt „völlig okay“ aus, wie er gestern im LN-Gespräch sagte. Besonders die Eisbahn sei sehr gut besucht gewesen – auch durch die Aktionen des Stadtmarketings. Zahlreiche Gäste aus Unna, Menden oder anderen Städten hätten das Angebot sehr rege wahrgenommen.

Für nächstes Jahr hofft Langhoff darauf, dass es „endlich mal keine Baustelle“ am Sternplatz gibt. „Dann könnten wir den Markt größer und mit mehr Ständen gestalten.“ Er habe „eine Reihe von Ideen in der Pipeline“, sagte der Schausteller. Und freut sich über den Erfolg der meisten Händler. „85 Prozent der Leute werden nächstes Jahr wiederkommen.“

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