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Weihnachtsmarkt ohne Lichterglanz? Das sind die Lüdenscheider Planungen

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Von: Leon Malte Cilsik

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Auch in Lüdenscheid soll während der Weihnachtsfeiertage Energie gespart werden.
Auch in Lüdenscheid soll während der Weihnachtsfeiertage Energie gespart werden. © Sigi Schritt

Auch in Lüdenscheid möchte man während der Weihnachtszeit Energie sparen - Eisbahn und Weihnachtsmarkt sind dabei natürlich ein Thema. Nun gibt es eine Entscheidung.

Lüdenscheid – Bundesweit ist das Thema Energiesparen aktuell in aller Munde. Auch vor dem Weihnachtsfest macht die Diskussion nicht Halt: Jüngst forderte beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe zum Verzicht auf Beleuchtung in Städten, Häusern und Wohnungen auf.

Auch in Lüdenscheid beschäftigt man sich mit diesem Thema, schon länger befanden sich die Stadt, das Stadtmarketing (LSM) und der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) dazu im Austausch – und haben ihre Entscheidung nun in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

„Grundsätzlich handhaben wir die Situation ähnlich wie andere Städte auch“, sagte Phillip Nieland, Geschäftsführer des LSM, auf Anfrage unserer Zeitung. Es soll sie geben, die heiß diskutierte Beleuchtung, den Weihnachtsmarkt und die Eisbahn in der Innenstadt – aber in „abgespeckter“ Form.

„Es ist eine schmale Gratwanderung zwischen notwendigen Energieeinsparungen und dem nach den ‘Corona-Jahren’ besonders starken Bedürfnis für einen zentralen Treffpunkt in der Adventszeit“, so Nieland weiter, der sich dennoch sehr zufrieden zeigt mit dem gefundenen Kompromiss.

Das sind die Planungen

Und der sieht wie folgt aus: Die Weihnachtsbeleuchtung, die der STL jedes Jahr zum Beispiel an der Wilhelmstraße installiert, soll aus energieeffizienten LED-Leuchten bestehen, genauso wie die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes auf dem Sternplatz und im Platanenhain. Angeschaltet werden die Leuchten nur zu reduzierten Zeiten, die noch festgelegt werden müssten. Dies gelte auch für die Außenbeleuchtung des Weihnachtsmarktes.

Die Eisbahn werde nur parallel zum Weihnachtsmarkt geöffnet, also vom 21. November bis 30. Dezember 2022, und damit drei Wochen kürzer als sonst. „Mit der Eisbahn würde Lüdenscheid ein echtes Alleinstellungsmerkmal verlieren, das wollten wir unter allen Umständen verhindern. Ich denke mit einer 30 bis 40 Prozent kürzeren Laufzeit haben wir eine gute Lösung gefunden“, begründet Nieland den Entschluss.

Außenbeleuchtung an mehreren Stellen abgeschaltet

Zudem habe der STL bereits an mehreren Stellen die dekorative Außenbeleuchtung abgeschaltet oder die Beleuchtungszeiten angepasst, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Als Beispiele werden das Zeppelin Gymnasium, das Torhaus am alten Friedhof an der Mathildenstraße, die Christuskirche sowie die Lichtstele am Bahnhof angeführt.

Auch die Fassadenbeleuchtung des Rathauses und bei „Hulda am Markt“ sei abgeschaltet, genauso wie die Brunnenbeleuchtung des Sternplatzes, die bunte Beleuchtung des Graf-Engelbert-Platzes, die Beleuchtung der Mauernischen an der Ringmauerstraße sowie die Bodeneinbaustrahler. Die Außenbeleuchtung der Rathausbrücke sei aus, nicht jedoch die Beleuchtung des Handlaufes.

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