Aktuelle Regeln

Weihnachtsbesuche in Lüdenscheider Heimen: Das ist erlaubt, das nicht

Ein Desinfektionsmittelspender hängt im Johannes-Sondermann-Haus des AWO Altenzentrums während im Hintergrund Seniorinnen spielen.
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Symbolbild

FFP2-Masken, Schnelltests, kurze Untersuchungen, aber auch Gottesdienste und weihnachtliche Atmosphäre – Lüdenscheider Senioren- und Pflegeheime fühlen sich mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage überwiegend gut aufgestellt.

Lüdenscheid - Seit die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten ist, sind in den Awo-Senioreneinrichtungen Besuche nur noch möglich, wenn FFP2-Masken getragen werden. „Darüber hinaus möchten wir Ihnen von Dienstag, 22. Dezember, bis Sonntag, 27. Dezember, zusätzlich einen Schnelltest auf das Coronavirus ermöglichen“, heißt es seitens der Awo.

Im Seniorenzentrum wird um eine Terminabsprache und um Geduld gebeten. Seit Anfang Dezember gilt: Beim Betreten des Seniorenzentrums werden die Besucher direkt im Eingangsbereich auf Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Geschmacksverlust, Übelkeit oder erhöhte Temperatur (ab 37,7 Grad) „untersucht“.

Kein Eintritt für Besucher mit Symptomen

Zeigen Besucher Symptome, kann ihnen der Besuch verwehrt werden. Pro Bewohner sind innerhalb der Einrichtung zwei Besuche pro Tag mit maximal zwei Personen erlaubt, vormittags, nachmittags, am Wochenende und an den Feiertagen.

Bei der Caritas finden aufgrund der verschärften Corona-Situation keine Gottesdienste und auch keine Weihnachtsfeiern statt. Stattdessen wird es an Heiligabend nur ein kleines Hofkonzert mit Markus Scheidtweiler geben, das die Besucher auf den Balkonen erleben können.

Auch hier wird Besuchern empfohlen, vor dem Besuch Kontakt aufzunehmen und sich nach dem „Regelwerk“ zu erkundigen: „Bitte planen Sie, wenn möglich, danach ihre Besuche bei ihren Angehörigen zeitlich ein. Es sollen ja alle an den Feierlichkeiten teilnehmen können.“

Sabine Große, Leiterin des Amalie-Sieveking-Hospizes, legt die Besucherregelung großzügig aus: „Ich bin ganz stolz darauf, dass noch keiner unserer Mitarbeiter positiv getestet wurde.“ Die nächsten Angehörigen dürfen kommen, es gebe ein schönes Weihnachtsessen.

Angespannt ist dagegen die Situation im Bonhoeffer-Seniorenzentrum. Neun Monate ging „alles gut“, wie Leiter Udo Terschanski sagt, und zwei Tage vor Weihnachten „hat’s uns doch erwischt“. Ein Corona-Ausbruch im gesamten Haus, Besuchersperre für die nächsten 14 Tage, und auch die Angehörigen können ihre Verwandten nicht abholen.

Absagen nach Routinetestung

Was Ende vergangener Woche noch gut aussah, ist passé. Die Mitarbeiter hatten Pläne für Weihnachtsfeiern auf den Etagen. Eine Routinetestung brachte die bittere Pille ans Tageslicht. Ein Abstrichteam stellte eine Anhäufung der Krankheitsfälle fest, nun ist rasches Umdenken geboten. „Es wird kein Zusammensein geben“, sagt der Heimleiter, „die Feier fällt aus. Aber das Team geht durch die Zimmer und schmückt weihnachtlich.“

Und Terschanski wäre nicht Terschanski, wenn er nicht noch ein vorweihnachtliches Ass aus dem Ärmel zaubern könnte: Der Alleinunterhalter Bernd Gimpel, Multiinstrumentalist und im heimischen Raum und darüber hinaus bekannt als Sänger, Komiker und Entertainer, will an Heiligabend auf der Wiese vor dem Haus auf seiner Trompete weihnachtliche Weisen intonieren.

Die Küche hält’s im Bonhoefferhaus mit den klassischen drei „R“ zu den Festtagen: Rehragout, Rollbraten und Rouladen werden als festliches Essen an den Feiertagen aufgetischt. Wer mit seinen Lieben skypen möchte, dem wird bei Bedarf technische Hilfestellung geboten.

„Glücklicherweise ist niemand ernsthaft krank“, so Terschanski, der beim Märkischen Kreis angefragt hat, ob die Impfung der Bewohner unter diesen Umständen nicht vorgezogen werden kann. Im Haus sei man bestens vorbereitet: „Wir stehen in den Startlöchern.“

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