Weihnachtsbaum im Sack: Darum bleibt er in Lüdenscheid liegen

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Wenn der STL in der kommenden Woche die Weihnachtsbäume abholt, dürfte dieses Exemplar wohl liegen bleiben. Der Plastiksack macht Bio zu Müll.

Lüdenscheid - Wer kennt es nicht? Der Weihnachtsbaum ist abgeschmückt, doch beim Abtransport verliert er haufenweise Nadeln. Ein Hausputz ist fällig. Abhilfe soll der Baum im Sack - eine Idee, die in Lüdenscheid für Probleme sorgen kann.

„Das ist mir auch noch nicht untergekommen“, staunte STL-Vize Andreas Fritz, als er von einem eingesackten Weihnachtsbaum hörte, der am Straßenrand auf seine Abfuhr wartet. 

Solche großen Säcke, mit denen sich ein Baum nach Gebrauch umhüllen und bestenfalls ohne Nadelspur durchs Treppenhaus an die Hausecke transportieren lässt, sind zum Beispiel im Internet bestellbar. Aus Polyester oder Nylon gefertigt, kann die Hülle während der Weihnachtszeit als Decke dienen. 

Als Schutz reicht auch ein Laken

Nach dem Abschmücken des Baumes kann man das Bäumchen danach laut Herstellerangaben „praktisch abtransportieren“. Ein altes Bettlaken erfüllt diesen Zweck aber auch.

Offensichtlich zielt das Sack-Angebot auch auf Kunden, die ihre Weihnachtsbäume per Auto zum Entsorger bringen müssen. Das allerdings ist in Lüdenscheid nicht erforderlich. Hier werden die Bäume abgeholt – in diesem Jahr zwischen dem 14. und 18. Januar. Angesichts der Diskussion um die Vermeidung von Plastikverpackungen findet Andreas Fritz das Produkt Baumsack schlichtweg widersinnig.

Transporthüllen gehören nicht in den Biomüll

Für ihn ist die Sachlage klar: „Der Sack ist falsch befüllt. Wir behandeln das wie einen gelben Sack mit Hausmüll und werden ihn nicht mitnehmen.“ Somit erfüllt der Sack am Ende tatsächlich seine Aufgabe – wenn der Besitzer ihn ins Auto packen und zum Fuhrpark bringen muss. Dort müsste er ihn aber getrennt entsorgen, damit der Baum am Ende dort landet, wo er hingehört: im Grünabfall-Container.

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