Neues Gutachten nötig

Wegen Hochwassers: Zwangsversteigerung eines Industrieareals platzt

Firmenruine am Fluss
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Die Flut hat einen Teil des Gebäudekomplexes an der Talstraße arg in Mitleidenschaft gezogen.

Die Zwangsversteigerung des 16 000 Quadratmeter großen Industrie-areals an der Talstraße 126 – vormals Firmensitz der HC Aludruckguss GmbH – ist vorerst geplatzt.

Lüdenscheid - Das Amtsgericht hat den für Montagmorgen anberaumten Termin auf Antrag der Sparkasse Lüdenscheid als Hauptgläubigerin aufgehoben. Grund sind nach Informationen unserer Redaktion die Schäden, die am 14. Juli bei der Flutkatastrophe an den Gebäuden entstanden sind – und die offenbar größer sind als bislang angenommen.

Das weitläufige Grundstück mit seinen fast 6 000 Quadratmetern Nutzfläche steht seit 2019 unter Zwangsverwaltung. Die HC Aludruckguss rutschte in die Insolvenz. Die Gesellschaft wurde Ende 2020 aufgelöst. Ohne Mieteinnahmen geriet auch der Eigentümer des Anwesens in wirtschaftliche Not.

Darauf strengte die Sparkasse das Verfahren zur Zwangsversteigerung an und gab ein Verkehrswert-Gutachten in Auftrag. Die Sachverständigen eines Lüdenscheider Architekturbüros taxierten den Wert des Komplexes auf 1,37 Millionen Euro.

Ein erster Versteigerungstermin am Amtsgericht endete ohne Zuschlag, weil ein Bieter weniger als 70 Prozent des ermittelten Verkehrswertes aufrief. Darauf stellte die Sparkasse einen Antrag auf Zuschlagsverweigerung. Im zweiten Termin, der für gestern geplant war, lag die Bietergrenze noch bei 50 Prozent des Verkehrswertes.

Nun hat die Sparkasse nach Worten ihres Sprechers Volker Schnippering eine „Einstellung des Verfahren von Amts wegen“ bewilligt, damit ein Ergänzungsgutachten erstellt werden kann.

Wie es heißt, sind die Ausmaße der Flutschäden in einem Teil des Gebäudekomplexes bei einem Ortstermin nicht so hoch eingeschätzt worden wie sie sich aktuell darstellen.

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