Inklusiver Stadtführer nimmt Formen an

Wegen Corona: Wanderwege vermessen

Wiedergewählt: Monika Schwanz, Bernd Kaiser und Markus Pfeifer (von rechts) bleiben das Führungstrio der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen.
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Wiedergewählt: Monika Schwanz, Bernd Kaiser und Markus Pfeifer (von rechts) bleiben das Führungstrio der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen.

Fast ein Jahr lang tagte der Behindertenbeirat nicht. Zu tun gab es hinter den Kulissen trotzdem genug.

Das erläuterte die gerade wiedergewählte ehrenamtliche Behindertenbeauftragte den nach der Kommunalwahl ebenfalls neuen Mitgliedern in der Interessenvertretung stichpunktartig.

Einen tieferen Einblick in die Arbeit am Inklusiven Stadtführer lieferte während der Sitzung am Donnerstag zudem Petra Noack (Fachdienstleiterin Rat und Bürgermeister). „Wir haben sehr ehrgeizig angefangen“, sagte sie über den Beginn der Vermessung öffentlicher Gebäude. Die umfangreiche Datensammlung soll einen Überblick über den Grad der Barrierefreiheit in Lüdenscheid geben – für Menschen mit Behinderungen eine wichtige Entscheidungshilfe. Doch Corona habe eine Umorganisation nötig gemacht, so Noack.

Erste Resultate für inklusiven Stadtführer

In viele Objekte auf der Liste habe man nicht hineingedurft, Arztpraxen, zum Beispiel, aber auch Schulen oder Kitas. Das sei erst jetzt möglich. Also habe man hinten auf der Liste begonnen – mit Wanderwegen. Die Aufgabe sei schwierig, zumal jede Beeinträchtigung ihr eigenes Signet habe: „Was für einen Rollstuhlfahrer barrierefrei ist, ist es für einen Blinden vielleicht nicht.“ Ist ein Bereich abgeschlossen, überprüft eine Arbeitsgruppe die Messdaten auf Plausibilität – der nächste Schritt, bevor die Ergebnisse ins Netz gestellt werden – geplant ist Ende Oktober. Mit den ersten sichtbaren Resultaten steige hoffentlich die Bereitschaft anderer (Praxen, Geschäfte oder Gastro), ihre Räume vermessen zu lassen.

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